Ein besonderer und sicherlich nicht alltäglicher Besuch in Oberhaid: Das Chinesische Generalkonsulat war zu Gast in unserer Gemeinde. Vertreten wurde das Generalkonsulat durch Konsulin Xiaoxi Xia und ihre Assistentin LI Xinzhu.
Im Mittelpunkt des gemeinsamen Austauschs standen vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China. Gleichzeitig ging es aber auch um den persönlichen und kulturellen Austausch zwischen unseren Ländern. Gerade Begegnungen dieser Art bieten die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und trotz bestehender Unterschiede Brücken zwischen den Kulturen zu bauen.
Anlass für den Besuch war unter anderem das Hissen der tibetischen Fahne am 10. März auf dem Rathausplatz der Gemeinde Oberhaid, anlässlich des jährlichen Jahrestages des Tibetischen Aufstands. Dies fand in Verbindung mit der Tibet Initiative Deutschland statt.
Dass diese Aktion aus Sicht des chinesischen Generalkonsulats kritisch gesehen wird, wurde im gemeinsamen Gespräch ebenso deutlich wie die unterschiedlichen Positionen zu Tibet. Die jeweiligen Ansichten waren klar erkennbar und wurden offen angesprochen. Dennoch stand der persönliche und freundschaftliche Austausch im Vordergrund. Gerade wenn Meinungen auseinandergehen, ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben und den gegenseitigen Respekt zu bewahren.
Beim offiziellen Empfang im Alten Rathaus Unterhaid betonte 1. Bürgermeister Carsten Joneitis, dass dieser symbolische Ort einen passenden Rahmen für die Begegnung darstellt. Ein Rathaus steht für das Miteinander, für den Austausch und dafür, dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Ansichten miteinander ins Gespräch kommen.
Ein besonderer Moment war anschließend der Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde. Damit wurde der Besuch des Chinesischen Generalkonsulats in Oberhaid auch für die Zukunft festgehalten.
Begleitet wurde der Empfang unter anderem von stellvertretendem Landrat Wolfgang Möhrlein, 2. Bürgermeister Peter Deusel und Vertreter der Gemeindeverwaltung.
Am Ende bleibt vor allem die Erkenntnis, dass ein offener Dialog auch dann möglich und wichtig ist, wenn die Sichtweisen nicht in allen Punkten übereinstimmen. Persönliche Begegnungen schaffen Verständnis, bauen Vorurteile ab und können dazu beitragen, bestehende Verbindungen weiterzuentwickeln.
Möge dieser Besuch ein Zeichen für einen lebendigen und respektvollen Dialog sein, die gegenseitige Verständigung fördern und dazu beitragen, die Zusammenarbeit und den Austausch über Länder- und Kulturgrenzen hinweg weiter zu stärken.
Quelle: Gemeinde Oberhaid

