23. November 2025 / Allgemeines

Depots in den Domtürmen helfen der Feuerwehr im Notfall / 90 Meter lange Schläuche gelagert

Brandschutz in luftigen Höhen

Vier Brandschutzdepots in den Domtürmen sollen der Feuerwehr im Notfall einen schnellstmöglichen Einsatz ermöglichen.

Das gelagerte Equipment wurde vom Bamberger Amt für Brand- und Katastrophenschutz geprüft und freigegeben. Mit der Präventivmaßnahme werden nicht nur Menschenleben geschützt, sondern auch das kulturelle Erbe der Kathedrale und ihrer zahlreichen Bau- und Kunstschätze.

Die neu platzierten Feuerwehrdepots befinden sich in den mittleren Etagen der Domtürme direkt neben den Anschlüssen der fest verbauten Löschwasserleitungen. Die Utensilien seien damit strategisch gut positioniert, sodass die Feuerwehr mit den jeweils zusammengenommen 90 Meter langen Schläuchen so gut wie jeden Punkt im Dachstuhl der Kathedrale erreichen und im Brandfall umgehend Löschmaßnahmen einleiten könne, erklärte Stephan Groh, stellvertretender Amts- und Wachleiter der Ständigen Wache Bamberg, bei der Übergabe der Materialien.

Neben den Löschschläuchen werden auch weitere Utensilien zur Brandbekämpfung in den Kästen gelagert, beispielsweise Hohlstrahlrohr, Absperrorgan, Feuerwehrleine und ein sogenanntes Hooligan-Tool mit Spalthammer. Ein weiterer Vorteil der gewählten Lagerorte ist laut Groh, dass die Feuerwehrfrauen- und -männer das rund 23 Kilogramm schwere Material zur Brandbekämpfung bei einem Einsatz nicht durch die schmalen und langen Zugänge auf die Domtürme tragen müssten.

Katastrophen wie der Brand der Kathedrale Notre-Dame de Paris hätten in jüngster Zeit in Erinnerung gerufen, wie wichtig der Brandschutz insbesondere in historischen Gebäuden und Kirchen sei, so der für den Bamberger Dom zuständige Diözesanarchitekt Robert Hoh.

Er erinnerte daran, dass der Dom selbst in seiner Frühgeschichte in den Jahren 1081 und 1185 gleich zweimal hintereinander stark durch Feuer zerstört worden sei und danach jeweils neu aufgebaut werden musste. Die Maßnahmen dienen dazu, dass sich das hoffentlich nicht wiederholen werde, so Hoh: „Die zusätzlichen Depots sind ein Teil unserer umfangreichen brandschutztechnischen Maßnahmen, die dem Schutz der Besucher und des Gebäudes dienen."

Quelle: Erzbistum Bamberg

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