11. August 2020 / Allgemeines

Der Europäische „Weg der Zisterzienser“ - Unterwegs im ältesten europäischen Netzwerk

Das Landratsamt Bamberg informiert

Veröffentlicht am 11. August 2020 um 14:10 Uhr

Ein „Weg der Zisterzienser“ ist das Ziel des transnationalen LEADER-Kooperationsprojekts zur Bewerbung um das länderübergreifende Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS) von 18 Zisterzienserklöstern in sechs Ländern. Er soll als Wegenetz mit einer Länge von fast 5.000 Kilometern die Klosterlandschaften auf europäischen Fernwanderwegen von Ost nach West verbinden und damit die Wege der Zisterzienseräbte im Mittelalter nachzeichnen, die einmal jährlich ins burgundische Cîteaux, ihr Mutterkloster, zum Generalkapitel reisten.

In Bayern zählen die Klöster Ebrach, Langheim und Waldsassen zum Projekt. Bezirke, Landkreise und beteiligte Gemeinden arbeiten unter der Federführung des Landkreises Bamberg gemeinsam an der Sichtbarmachung ihres zisterziensischen Erbes. Erste Ergebnisse zum Routenverlauf in Franken betonen die besonderen Attraktionen an den Verbindungslinien Kulmbach - Bamberg - Würzburg. Hier reihen sich Kloster Langheim mit der ehemals zisterziensischen Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, die Altstadt von Bamberg mit ihren Ebracher und Langheimer Stadthöfen, die „Hohe Straße“ in den Steigerwald und in die teich- und waldreiche Klosterlandschaft Ebrach mit ihrer eindrucksvollen Abtei und den barocken Amtsschlössern Burgwindheim, Oberschwappach und Sulzheim aneinander. In Mainstockheim erreicht der Weg den Main und damit das Amtsschloss und die historischen Weinberge des Klosters Ebrach. Weitere Höhepunkte folgen in Maidbronn und Würzburg, wo das Kloster Ebrach mit einem Stadthof vertreten war. Über Veitshöchheim soll der Weg dann ins Taubertal führen, wo mit dem vormals den Ebracher Äbten unterstellten Kloster Bronnbach das nächste Klosterhighlight wartet.

Das europäische Kooperationsprojekt „Cisterscapes - Cistercian landscapes connecting Europe“ strebt in der Trägerschaft des Landkreises Bamberg ein transnationales Europäisches Kulturerbe-Siegel für zisterziensische Klosterlandschaften an. Das Projekt wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), sowie von der Oberfrankenstiftung, dem Erzbistum Bamberg, dem Bistum Würzburg und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Kooperationsmittel kommen auch aus den Partner-Landkreisen Haßberge, Kitzingen, Lichtenfels, Neustadt/Aisch, Schweinfurt und Tirschenreuth sowie aus den Städten Lichtenfels und Waldsassen. Informationen zum Projekt unter www.cisterscapes.eu

Quelle: Landratsamt Bamberg

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