24. November 2020 / Allgemeines

Die ersten Beauftragten für Gewaltprävention sind geschult

Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V. informiert

Veröffentlicht am 24. November 2020 um 13:00 Uhr

Diözesan-Caritasverband trägt sein breit angelegtes Schutzkonzept in die Verbände und Einrichtungen

In den meisten sozialen Arbeitsfeldern gehen Menschen sehr eng mit anderen Menschen um, auch körperlich. Nicht selten gibt es Abhängigkeitsverhältnisse. Beides erhöht die Gefahr, dass es zu Gewalt kommt. Daher hat der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg 2019 ein umfassendes Gewaltschutzkonzept vorgelegt. Es sieht u.a. vor, dass jede Caritas-Einrichtung und jeder Caritasverband eine in Präventionsfragen geschulte Person beauftragt. Die ersten zehn dieser Beauftragten konnten vor kurzem ihre Schulung erfolgreich abschließen.

Bei der insgesamt viertägigen, auf zwei Module verteilten Fortbildung machten sich die Teilnehmenden mit dem breiten Verständnis des Gewaltschutzkonzeptes vertraut. Das Konzept des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg beschränkt sich nämlich nicht auf sexualisierte Gewalt, sondern nimmt die verschiedenen Formen von psychischer über verbale bis zu körperlicher Gewalt in den Blick. Auch nimmt es die verschiedenen TäterOpfer-Verhältnisse in den Blick. Es ist nämlich keineswegs immer so, dass sich ein Mitarbeiter an einem ihm anvertrauten Menschen vergreift. Nicht selten werden z.B. Bewohner von Einrichtungen gegenüber Mitarbeitern gewalttätig, aber auch Klienten, Bewohner oder Beschäftigte untereinander. Oder es sind Angehörige involviert. Gleichwohl vermittelte die Fortbildung auch Wissen zu sexualisierter Gewalt und über Täterstrategien und Gewaltdynamiken.

Ziel der Fortbildung war es, dass die Beauftragten die Caritas-Einrichtungen und deren Träger dabei unterstützen, Gewaltprävention entsprechend dem Rahmenkonzept des Diözesan-Caritasverbandes umzusetzen. So kann jeder Einrichtungsträger ein eigenes, für seine Verhältnisse passendes Schutzkonzept entwickeln. Dazu gibt das Rahmenkonzept verbindliche Bausteine wie etwa Risikoanalyse oder Verhaltenskodex vor und stellt dafür Muster zur Verfügung. Der Träger kann die einzelnen Bausteine inhaltlich selbst füllen. Abschließend wird das Schutzkonzept des Trägers vom Diözesan-Caritasverband geprüft.  Außerdem sollen die Beauftragten für Gewaltprävention selbst Fortbildungen durchführen, bei denen sie die Beschäftigten ihrer Einrichtung oder ihres Verbandes für das Thema Gewalt sensibilisieren.

An der Fortbildungen nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Caritasverbänden Bayreuth, Kronach, Landkreis Bamberg und Nürnberger Land, aus dem Frauenhaus der Caritas in Ansbach, aus dem Caritas-Alten- und Pflegeheim in Wallenfels, aus der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde, aus den Werkstätten St. Joseph in Burgkunstadt und aus der Evangelischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ aus Bad Rodach teil.

Quelle: Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V.

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