Im Rahmen eines Unternehmerabends standen der Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und regionalen Akteuren sowie die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bamberg im Mittelpunkt.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Herr Wilfried Kämper die anwesenden Gäste und unterstrich die Bedeutung des Dialogs zwischen Unternehmen, Verwaltung und Politik. Anschließend hieß er den Bamberger Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier willkommen, der als Gastredner eingeladen war.
Herr Schwarz, Mitglied des Vorstandes der VR Bank Bamberg-Forchheim, griff in seinem Beitrag das Motto „Wirtschaft ist Chefsache“ auf und betonte die zentrale Rolle der Wirtschaft für die Entwicklung einer Region. Dabei wurde deutlich, dass gute Ideen und nachhaltige Lösungen vor allem durch den offenen Austausch unterschiedlicher Perspektiven entstehen.
Die VR Bank nutzte die Gelegenheit zudem, um auf den bevorstehenden Firmenlauf aufmerksam zu machen. Tobias Heinze stellte die Veranstaltung vor und erklärte, dass starke Teams vor allem durch gemeinsame Erlebnisse wachsen. Aus diesem Grund werde der Firmenlauf am 18. September in Litzendorf auf den Tanzwiesen als dreitägiges Erlebnis-Event organisiert. Erwartet werden mehrere tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben dem sportlichen Wettbewerb dürfen sich die Besucher auf Live-Musik und regionale Spezialitäten freuen. Die VR Bank lud alle Unternehmen herzlich zur Teilnahme ein.
Im Anschluss berichtete Oberbürgermeister Sebastian Niedermaier über seine ersten Wochen im Amt. Ein zentrales Thema seiner Ausführungen war die Bedeutung von Führung und Entscheidungsfähigkeit. Entscheidungen müssten getroffen werden – und zwar zeitnah. Gleichzeitig betonte er die große Bedeutung der Wirtschaft für die Stadt Bamberg: „Die Wirtschaft ist das Fundament unserer Gesellschaft.“
Zu den bereits eingeleiteten Maßnahmen zählt die Gründung eines Wirtschaftssenats. Zudem steht die Gründung des Wirtschaftsbeirats bevor. Niedermaier hob hervor, dass ihm der direkte Draht zu den Unternehmen besonders wichtig sei. Ziel sei es, Anliegen und Herausforderungen der Wirtschaft frühzeitig aufzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Ausweitung von Veranstaltungsflächen, die seit dem 1. Juni zur Verfügung stehen, sowie die stärkere Einbindung der Wirtschaftsförderung bei städtischen Maßnahmen. So soll künftig beispielsweise vor der Einrichtung von Baustellen in Geschäftsbereichen geprüft werden, welche Auswirkungen auf die ansässigen Unternehmen entstehen. Auch die Digitalisierung der Verwaltung werde konsequent vorangetrieben.
Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region verwies Niedermaier auf die Fortschritte beim Gewerbegebiet an der B26. Darüber hinaus zeigte er sich zuversichtlich, dass die Bundeswehr mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Bamberg zurückkehren werde. Ein möglicher Aufwuchs der Streitkräfte könne wichtige wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region setzen.
Als weiteren Erfolgsfaktor nannte der Oberbürgermeister den qualitativen Tourismus. Dieser leiste einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke Bambergs und solle künftig weiter gefördert werden.
Zum Abschluss der Veranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit, Fragen direkt an den Oberbürgermeister zu richten. In der offenen Fragerunde wurden zahlreiche wirtschaftspolitische Themen diskutiert. Auf die Frage nach den drei wichtigsten Maßnahmen seiner Amtszeit nannte Niedermaier die Stärkung von Einzelhandel und Gastronomie sowie die Arbeit des neu geschaffenen Wirtschaftssenats und des Wirtschaftsbeirats.
Gefragt nach Branchen, die gezielt gestärkt werden sollten, sprach er sich für eine breite wirtschaftliche Vielfalt aus. Besonders der innerstädtische Einzelhandel sei für die Attraktivität Bambergs von großer Bedeutung. Gleichzeitig verwies er auf die Wichtigkeit ausreichender Parkmöglichkeiten für Kunden und Besucher. Die Automobilindustrie bezeichnete er als eine der tragenden Branchen der Region.
Ein weiteres Thema war die Entwicklung des Standorts Bamberg angesichts steigender Mieten. Aus dem Publikum wurde auf die hohen Mietpreissteigerungen hingewiesen, die in Bayern nur von München übertroffen werden. Niedermaier verwies in diesem Zusammenhang auf das geplante „Bamberger Modell 2.0“, das verschiedene Förderinstrumente miteinander verbinden soll, um die Schaffung von Wohnraum zu unterstützen und die Attraktivität des Standorts langfristig zu sichern.
Die lebhafte Diskussion zeigte das große Interesse der Unternehmerinnen und Unternehmer an der Zukunft Bambergs. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist, um Herausforderungen gemeinsam anzugehen und die wirtschaftliche Entwicklung der Region aktiv zu gestalten.

