Immer mehr junge Menschen in Oberfranken entscheiden sich für eine Ausbildung im Handwerk. Foto: iStock/SolStock
Das oberfränkische Handwerk startet erfreulich ins neue Ausbildungsjahr: Bis zum 29. August 2025 wurden bereits 1.780 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – und das trotz der besonderen Situation durch den fehlenden Gymnasialjahrgang. „Diese Zahlen freuen uns riesig“, betont HWK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Bauer. Vor allem angesichts des demographischen Wandels, der Umstellung von G8 auf G9 sowie des starken Wettbewerbs um junge Menschen sei dies ein großer Erfolg.
Zum dritten Mal in Folge verzeichnet das Handwerk einen Zuwachs bei den Ausbildungszahlen – diesmal um 0,74 Prozent. Immer mehr Jugendliche erkennen die guten Karrierechancen im Handwerk, und auch bei Eltern wächst die Wertschätzung für handwerkliche Berufe. Dennoch gibt es regionale Unterschiede, und viele Ausbildungsplätze sind noch unbesetzt: In der HWK-Lehrstellenbörse, www.hwk-oberfranken.de/lehrstellenboerse sind aktuell 371 Stellen in 46 Gewerken eingetragen, teilweise bereits mit Blick auf 2026.
Die Vorteile für Berufseinsteiger liegen auf der Hand: sichere und attraktive Ausbildungsplätze in der Region, gute Verdienstmöglichkeiten und sinnstiftende Arbeit. Auch HWK-Präsident Matthias Graßmann unterstreicht die Bedeutung der Ausbildungsbranche: „Noch nie waren die Karrierechancen im Handwerk so gut wie jetzt – gerade mit Blick auf Themen wie Energiewende, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.“
Derzeit bilden 1.994 Handwerksbetriebe in Oberfranken aus – ein starkes Signal für die Nachwuchssicherung. Dabei zählen nicht allein Schulnoten, sondern vor allem Motivation, Teamgeist und Zuverlässigkeit.
Jugendliche, die sich noch nicht entschieden haben, können weiterhin einsteigen: Viele Betriebe bieten Plätze bis in den Herbst hinein an. Orientierung geben die kommenden Berufsmessen des Handwerks am 11. Oktober in Bayreuth und Bamberg sowie am 18. Oktober in Coburg.
Quelle: Handwerkskammer Oberfranken

