13. April 2026 / Allgemeines

Mit dem Fahrrad durchs Hoffmann-Jahr

„Bamberg on tour“ am 3. Mai widmet sich dem Künstler.

Veröffentlicht am 13. April 2026 um 17:00 Uhr

Die „Bamberg on tour“ am Sonntag, 3. Mai, widmet sich E.T.A. Hoffmann, der von 1808 bis 1813 in Bamberg lebte.
Foto: Dominik Huß

 

 

„Was unternehmen Sie heute, Teuerster? Gehen Sie nach Bug oder ins Theater?

Im erstern Falle begleite ich Sie…“ schrieb E.T.A. Hoffmann am 16. Februar 1812 an seinen Freund Carl Friedrich Kunz. In Bamberg hat das Multitalent, das vor 250 Jahren in Königsberg in Ostpreußen das Licht der Welt erblickte, viele Spuren hinterlassen. „Bamberg on tour“ am Sonntag, 3. Mai, macht sich auf, unter fachkundiger Führung einigen dieser Spuren zu folgen und so Hoffmanns Welt ein Stück weit lebendig werden zu lassen.

„Bamberg on tour“ ist die Fahrradtour für Bürgerinnen und Bürgern zu stadtrelevanten Themen. Start dieser Tour im Hoffmann-Jahr ist um 14 Uhr am Eingang des E.T.A.-Hoffmann-Theaters. Dort wird John von Düffel, Intendant des E.T.A.-Hoffmann-Theaters, über das Theater und seinen Namensgeber sprechen. Unter der Leitung von Martin Habermeyer, Mitarbeiter der Museen der Stadt Bamberg und Kurator des E.T.A.Hoffmann-Hauses, begeben sich dann alle auf Spurensuche. Welche Orte hat Hoffmann hier gekannt? Wo ging er spazieren, wo hat er gefeiert und was kann man heute noch davon sehen? Eine Anmeldung ist nicht nötig – einfach sich anschließen und mitradeln, lautet das Motto.

Recht wechselvoll war die Zeit, die E.T.A. Hoffmann und seine Frau Mischa zwischen 1808 und 1813 in Bamberg verbrachten. „Lehr- und Marterjahre“ nannte er sie und war ziemlich froh, später Richtung Dresden und Leipzig weiterziehen zu können. Gleichzeitig bedingte das Scheitern als Musikdirektor am Theater die Entwicklung des gefeierten Schriftstellers.

Freundschaften und örtliche Vernetzung ermöglichten die Veröffentlichung der „Fantasiestücke in Callots Manier“ (1814).
Auch Musik- und Gesangsunterricht oder Einblicke in das Psychiatrie- und Krankenhauswesen fanden Eingang in Hoffmanns schillerndes Werk. Nicht zuletzt gehörten häufige Spaziergänge, Ausflüge ins Umland und geselliges Beisammensein zu E.T.A.s liebsten Unternehmungen. Trotz aller Misere schreibt er 1818 an den Bamberger Arzt Friedrich Speyer: „Indessen war doch im Ganzen das tolle unstete Treiben in B⟨amberg⟩ keine üble Episode — Eine Flitter auf dunklem Grunde — eine FastnachtsSzene im komischen Roman des Lebens.“

 

Quelle: Stadt Bamberg

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