24. April 2026 / Allgemeines

Muskelkater – warum Bewegung schmerzen kann

Was hilft gegen Muskelkater?

Veröffentlicht am 24. April 2026 um 08:44 Uhr

Regelmäßige Bewegung fördert die Gesundheit und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Mit steigenden Temperaturen und längeren Tagen werden daher viele Menschen wieder sportlich aktiv. „Doch gerade nach längeren Sportpausen, bei besonders intensiven Trainingseinheiten oder ungewohnten Bewegungsabläufen kann es zu schmerzhaftem Muskelkater kommen“, so Dorothea Hilgert, Bewegungsexpertin bei der AOK in Bamberg. Ursache sind winzige Mikroverletzungen in den Muskelfasern. Als Reaktion darauf kommt es zu Entzündungsprozessen im Muskelgewebe sowie zu Wassereinlagerungen, die wiederum die Muskelfasern dehnen. Diesen Dehnungsschmerz nehmen wir als Muskelkater wahr. Da diese Prozesse Zeit benötigen, treten die typischen Beschwerden oft erst mehrere Stunden oder am Tag nach der Belastung auf. Muskelkater ist dabei keine Erkrankung, sondern eine normale Anpassungsreaktion des Körpers auf ungewohnte Beanspruchung.

Nicht nur Anfänger betroffen

Muskelkater trifft nicht nur sportlich Ungeübte. Auch erfahrene Sportlerinnen und Sportler können Muskelkater entwickeln, etwa bei intensivem Krafttraining, langen Ausdauereinheiten oder schnellen Richtungswechseln in Ballsportarten. Entscheidend ist weniger das individuelle Trainingsniveau als vielmehr die Art und Stärke der Belastung. Zur Vorbeugung sollte man sich vor dem Training ausreichend aufwärmen und sich nur schrittweise belasten. „Regelmäßige Bewegung und eine langsame Steigerung der Trainingsintensität helfen dem Körper, sich anzupassen und senken das Risiko für Muskelkater deutlich“, so Dorothea Hilgert.

Was hilft gegen Muskelkater?

In der Regel verschwindet der Muskelkater von selbst. „Nach wenigen Tagen, manchmal bis zu einer Woche, klingen die Beschwerden ab“, so Dorothea Hilgert. Am ersten Tag ist es eventuell hilfreich, den Muskel etwas zu kühlen, um die Schwellung in den Muskelfasern nicht zu stark werden zu lassen. Später kann Wärme helfen: Lindernd wirken häufig Wärmeanwendungen wie warme Bäder oder Wärmflaschen, da sie die Muskulatur entspannen. Auch leichte Bewegung, beispielsweise ein Spaziergang, kann die Durchblutung fördern und zur Erholung beitragen. Eine vollständige Sportpause ist meist nicht erforderlich, stark beanspruchte Muskelgruppen sollten jedoch geschont werden. Halten die Schmerzen ungewöhnlich lange an, nehmen sie zu oder sind sehr stark, kann statt Muskelkater auch eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss vorliegen. In diesem Fall ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

Quelle: AOK Bamberg
Fotoquelle: © PantherMedia / martinan

 

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