16. Dezember 2025 / Allgemeines

Neu im AOK-Pflegenavigator

Wer bietet häusliche Beratungsbesuche an

Veröffentlicht am 16. Dezember 2025 um 10:00 Uhr

Beratungsbesuche erfolgen regelmäßig, wenn Pflegebedürftige ohne Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes zu Hause gepflegt, Foto: © AOK-Bundesverband

Für pflegebedürftige Menschen, die ohne Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes zu Hause gepflegt werden und dafür Pflegegeld erhalten, sind sogenannte Beratungsbesuche verpflichtend. In den Pflegegraden 2 und 3 müssen die Besuche halbjährlich erfolgen, in den Pflegegraden 4 und 5 bislang vierteljährlich. „Der Gesetzgeber plant, ab 2026 auch die Pflegegrade 4 und 5 auf den halbjährlichen Rhythmus umzustellen“, sagt Sabrina Förtsch, Teamleiterin Markt und Gesundheit bei der AOK in Bamberg und ergänzt: „Die Beratungsbesuche finden in der Regel vor Ort in der häuslichen Umgebung statt, können aber nach dem ersten Besuch zuhause auch per Videokonferenz durchgeführt werden.“ Die Pflegebedürftigen und ihre pflegenden Bezugspersonen bekommen so regelmäßig Hilfe und praktische Unterstützung durch pflegefachliche Kompetenz. Dazu gehören beispielsweise Tipps zu Pflegehilfsmitteln, zur Mobilisation der Pflegebedürftigen, zu den Themen Ernährung und Hygiene sowie zu Entlastungsmöglichkeiten für die pflegenden Personen. 

Komfortable Suche nach Anbietern 

Der Pflegenavigator hilft nun auch bei der Suche nach Anbietern solcher Beratungsbesuche. „Nach Eingabe der Postleitzahl im Online-Portal werden schnell und zuverlässig ambulante Pflegedienste oder anerkannte Beratungsstellen mit pflegefachlicher Kompetenz in der Nähe angezeigt, die diese Besuche durchführen“, so Sabrina Förtsch. Die Pflegekassen rechnen die Kosten für die Beratung direkt mit dem Pflegedienst oder der anerkannten Beratungsstelle ab. Die Pflegebedürftigen müssen also weder Vorauszahlungen leisten noch eine Rechnung bezahlen. „Wer allerdings die Beratungen nicht in den vorgegebenen Intervallen wahrnimmt, riskiert eine Kürzung oder Streichung des Pflegegeldes“, warnt Sabrina Förtsch.

Pflegenavigator mit über einer Million Besuche 

Der Pflegenavigator der AOK verzeichnete allein im vergangenen Jahr 1,073 Millionen Aufrufe. Der Navigator hilft nicht nur bei der Suche nach Beratungs-Anbietern, sondern liefert auch Informationen über geeignete Pflegedienste oder Pflegeheime in der Umgebung. Zudem verzeichnet er Einrichtungen für die Tages- und Nachtpflege und Anbieter von Kurzzeitpflege. Neben den Prüfergebnissen zur Qualität von knapp 17.300 Pflegediensten und etwa 11.200 Pflegeheimen bundesweit ermöglicht er auch einen Vergleich der Kosten der einzelnen Einrichtungen. „Ein exklusives Angebot der AOK ist die Kostenschätzungs-Funktion für Pflegedienste: Nutzerinnen und Nutzer können in der Pflegedienst-Suche nach Angabe ihres individuellen Pflegebedarfs ermitteln, welche Kosten ihnen beim jeweiligen Pflegedienst voraussichtlich entstehen werden“, so Sabrina Förtsch. Dieser Service ist für alle Interessierten nutzbar.

Im Internet: www.aok.de/pflegenavigator

 

Quelle: AOK Bayern, Direktion Bamberg

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