4. April 2025 / Allgemeines

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr

Jahresbericht 2024 des Zentrums Welterbe Bamberg

Veröffentlicht am 4. April 2025 um 12:00 Uhr

Ziel des Welterbefestes 2024 war das Gefühl der Verbundenheit zwischen Bamberg und über 1200 weiteren UNESCO-Welterbestätten weltweit. In diesem Jahr stand Mexiko im Fokus. Traditionelle mexikanische Tänze und Livemusik begeisterten die Gäste. Foto: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth

Zentrum Welterbe Bamberg blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2024 zurück

Das Zentrum Welterbe Bamberg kann auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr 2024 zurückblicken. Mit zahlreichen Projekten, internationalen Kooperationen und vielfältigen Veranstaltungen wurde die Bedeutung des UNESCO-Welterbes in Bamberg weiter gestärkt. Der ausführliche Jahresbericht, der in der letzten Sitzung des Kultursenats von der Leiterin des Zentrums, Dr. Simona von Eyb, vorgestellt wurde, dokumentiert die wichtigsten Aktivitäten und gibt einen fundierten Ausblick auf kommende Herausforderungen und Chancen.

Internationale Zusammenarbeit und globale Vernetzung

Ein besonderer Schwerpunkt lag 2024 auf der internationalen Zusammenarbeit. So setzte das Zentrum die enge Abstimmung mit der UNESCO, dem Auswärtigen Amt sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Bezug auf die Umsetzung der UNESCO-Welterbekonvention konsequent fort.

Höhepunkte waren die Teilnahme an der 46. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Neu-Delhi sowie am World Heritage Site Managers Forum. Ein weiterer Meilenstein war der internationale Workshop „Managing Urban Heritage for Sustainable Development in World Heritage Context“, der in Kooperation mit ICCROM, einem beratenden Gremium des Welterbekomitees, in Bamberg stattfand. Diese Veranstaltungen unterstreichen Bambergs aktive Rolle im globalen Welterbe-Netzwerk.

Welterbe-Management zwischen Tradition und Zukunft

Im Bereich Welterbe-Management stand 2024 die Frage im Mittelpunkt, wie Denkmalschutz und Umweltschutz miteinander in Einklang gebracht werden können. In Zusammenarbeit mit dem Baureferat und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege wurde die Entwicklung eines Rahmenplans für den Einsatz von Solarenergie im Welterbegebiet vorangetrieben.

Ein weiterer Fokus lag auf der Zusammenarbeit mit den traditionsreichen Bamberger Gärtnereien. In intensiven Gesprächen wurden Strategien zur Bewältigung aktueller Herausforderungen wie Nachwuchsmangel und zunehmender Brachflächen erarbeitet.

Bildung, Forschung und kulturelle Vermittlung

Ein zentrales Anliegen des Zentrums war auch 2024 die Bildungs- und Vermittlungsarbeit. Neben zahlreichen Vorträgen und Führungen organisierte das Zentrum internationale Ausstellungen, darunter „Bamberg – World Heritage Stories“ in Krakau und „The Treasures of Kraków“ in Bamberg – ein Beispiel gelebter kultureller Brückenbildung.

Wissenschaftlich setzte das Zentrum Impulse mit einer internationalen Tagung zur Instrumentalisierung immateriellen Kulturerbes sowie mit der Posterausstellung „Everything flows: Wasser und immaterielles Kulturerbe“.

Welterbe erlebbar machen

Auch im öffentlichen Leben war das Welterbe Bamberg 2024 präsent wie nie zuvor. Der UNESCO-Welterbetag und das Welterbefest zogen rund 1.500 Besucherinnen und Besucher an und machten die kulturelle Vielfalt des Welterbes auf lebendige Weise erfahrbar.

Ein besonderer Anziehungspunkt war erneut das Welterbe-Besuchszentrum: Mit 22.860 Besuchern konnte es einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Im Mai 2024 wurde dort feierlich der 100.000. Gast begrüßt – ein bedeutender Meilenstein seit der Eröffnung im Jahr 2019.

Im Mai 2024 konnte im Zentrum Welterbe Bamberg der 100.000. Besucher begrüßt werden. Foto: Stadtarchiv Bamberg/Jürgen Schraudner

Ein weiteres Highlight war die Neueröffnung des Shops im Besuchszentrum, der nun sorgfältig ausgewählte Produkte aus Bamberg und weiteren Welterbestätten weltweit anbietet – ein Zeichen für die Verbundenheit des lokalen Erbes mit der globalen Gemeinschaft.

Herausforderungen und Ausblick 2025

Trotz der Erfolge steht das Zentrum Welterbe vor Herausforderungen: Ein schmales Budget und begrenzte personelle Ressourcen erschweren die Umsetzung  wichtiger Projekte. Strategien zur Bewältigung umfassen verstärkte Kooperationen und alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Für 2025 sind unter anderem folgende Schwerpunkte geplant: 

  • Teilnahme an der 47. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Paris
  • Attributkartierung für das Welterbegut und Überarbeitung des Managementplans
  • Revitalisierung der Brachflächen in der Gärtnerstadt
  • UNESCO-Welterbetag am 1. Juni 2025
  • Workshopreihe zum Thema „Handwerkstraditionen in Bamberg und der Umgebung“
  • Entwicklung der öffentlichen Räume im Welterbe und Umsetzung des INTERREG-Projekts „PopUpUrbanSpaces“ in Bamberg
  • Tagung der Bayerischen UNESCO-Welterbestätten und des Arbeitskreises UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages in Bamberg.

Mit diesen Maßnahmen wird das Zentrum Welterbe Bamberg weiterhin aktiv zur nachhaltigen Entwicklung und Bewahrung des UNESCO-Welterbes beitragen.

 

Quelle: Stadt Bamberg

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