Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier hat die Bürgervereine zum Austausch über die Torschuster-Zukunft eingeladen.
Die sanierte „Torschuster“-Kreuzung wird im Lauf des 9. Juli nach siebenwöchiger Vollsperrung wieder für den Verkehr freigegeben mit den vorher gültigen Regelungen.
„Viele Verkehrsteilnehmer nehmen dies als gute Nachricht auf, doch der direkten Nachbarschaft bereitet das Sorgen – das nehmen wir ernst“, betont Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier.
Im Zuge der Vollsperrungsphase kam es bereits zu verschiedenen Anfragen aus der Anwohnerschaft, von Bürgervereinen und Interessenvertretungen, die sich mit den Möglichkeiten einer Anpassung der derzeit möglichen Verkehrsbeziehungen befasste. Andere wiederum befürchteten sofortige Veränderungen der Verkehrsregelung nach Beendigung der Baustelle.
„Fakt ist: Nach der Baumaßnahme wird der Torschuster wie geplant ganz normal geöffnet“, erklärt dazu Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier. Zugleich sieht das Stadtoberhaupt Handlungsbedarf für den Bereich rund um Sutte, Maternstraße, Jakobsberg, Michelsberger Straße und Obere Karolinenstraße. Daher hatte Niedermaier jüngst alle Bamberger Bürgervereine zu einem persönlichen Austausch in die KUFA eingeladen. „Was bewegt Sie rund um den Torschuster“ war dabei die Leitfrage, die zum Auftakt eines umfangreichen Informations- und Beteiligungsprozesses gestellt wurde. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Bürgervereine nahmen die Gelegenheit wahr, um unter Moderation von Baureferentin Annegret Michler die vielfältigen und durchaus auch widersprüchlichen Interessenslagen, Ängste und Sorgen, aber auch positive Zukunftsvisionen zu formulieren.
Neue Daten für ein fundiertes Verkehrsmodell „Das wichtigste Ergebnis ist, dass wir erst Daten erheben, um faktenbasiert entscheiden zu können“, machte der Oberbürgermeister deutlich.
Dabei skizzierte er das weitere Vorgehen der Verwaltung. Wie auch in der Sitzung des Mobilitätssenats am 1. Juli den Stadtratsmitgliedern erläutert wurde, ist eine fundierte aktuelle Datengrundlage als Voraussetzung für alle weiteren Überlegungen erforderlich. Die entsprechenden Messungen werden sinnvollerweise nach Ende der Baumaßnahmen im Bereich Michelsberg ab Herbst 2026 erhoben, wenn der „Normalzustand“ aller Verkehrsflüsse gegeben ist. Darüber hinaus wird bis Ende des Jahres das Verkehrsmodell der Stadt Bamberg aktualisiert, mit dem dann auf Basis neuer Zahlen eine objektive Betrachtungsweise möglich ist. Im weiteren Prüfungsprozess werden dann die betroffenen Akteure wie Bürgerinnen und Bürger, Bürgervereine, ansässige Schulen, Unternehmen und Verbände einbezogen.
Eines war bereits beim Gespräch mit den Bürgervereinen allen klar: Es geht um mehr als „nur“ die Torschuster-Kreuzung.
Denn nur eine Gesamtbetrachtung der Mobilität und der Lebensqualität im Berggebiet wird zu guten Lösungen führen können. „Darauf wollen wir gemeinsam hinarbeiten“, versicherte Niedermaier.
Fotonachweis und Quelle: Stadt Bamberg

