2. Februar 2023 / Allgemeines

Startschuss für Bus-Shuttle an der AEO

Einsatz der Stadt führt zum Erfolg: Seit Mittwoch gibt es eine neue Linie in Bamberg-Ost.

Gute Nachrichten für die Bewohner:innen und die Anwohner:innen der ANKER-Einrichtung Oberfranken (AEO) in Bamberg: Am Dienstag, 1. Februar, um 7.30 Uhr hat der neue Shuttle-Bus seinen Betrieb aufgenommen. „Wir reagieren damit auf die anhaltende hohe Belegung der AEO, die zuletzt auch den Öffentlichen Personen-Nahverkehr in unserer Stadt belastet hat“, erklärt Oberbürgermeister Andreas Starke zum offiziellen Start der Verstärkerlinie. 

Der OB hatte gemeinsam mit dem Ombudsteam diese Buslinie gefordert: „Mit dieser guten Lösung verbessern wir die Situation der Geflüchteten genauso wie die der Bürgerschaft im Umfeld.“ Besonders bedankte sich Starke bei der bayerischen Staatsregierung für die „finanzielle Unterstützung“, nachdem Staatsministerin Melanie Huml einen Koordinierungstermin organisiert hatte.

Der Bus wird künftig von Montag bis Freitag an allen Werktagen zwischen 7.30 und 18 Uhr im Halbstunden-Rhythmus von der AEO über Malerviertel, Katharinenstraße, Bahnhof Brennerstraße, Bahnhof Ludwigstraße zum ZOB verkehren. Die Rückfahrt führt über die gleichen Haltestellen, endet jedoch in der Birkenallee. So soll sichergestellt werden, dass nur Bewohner:innen der AEO auch in die Einrichtung gelangen, denn grundsätzlich steht die neue Linie allen Menschen zur Verfügung, die eine reguläre Fahrkarte besitzen. 

 

200.000 Euro vom Freistaat

Mitfinanziert wird das zusätzliche Busangebot der Bamberger Stadtwerkedurch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, das dafür 200.000 Euro zur Verfügung stellt. Die Stadt Bamberg trägt die übrigen Kosten. „Wie stets war hier Verlass auf die Stadtwerke Bamberg, die das Shuttle in kürzester Zeit konzipiert und auf die Straße gebracht haben“, dankte OB Starke dem Geschäftsführer der städtischen Tochter, Dr. Michael Fiedeldey.  

Auch das AEO-Ombudsteam der Stadt Bamberg freut sich über das Shuttle. „Es ist gut, dass damit auch die Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner erfüllt werden und eine wesentliche Verbesserung für die Geflüchteten erzielt wird. Sie kommen künftig auf kürzestem Weg zu ihrem Ziel“, erklären die beiden neuen Sprecherinnen Ingeborg Eichhorn und Doris Schirmer-Henzler. 

Im Jahr 2015 hatte der Freistaat Bayern zugesagt, für die Ankunfts- und Rückführungseinrichtung eine Belegung im Regelfall von maximal 1500 Personen vorzusehen. Seit mehreren Monaten sind nun bis zu 2400 Menschen in den ehemaligen Gebäuden der US-Kaserne untergebracht. „Das sprengt den Rahmen, und die Überbelegung sorgt für Spannungen“, stellt Starke klar. Die Auswirkungen der hohen Belegung schilderten im Dezember bei einer der regelmäßigen Dialogveranstaltungen auch die Nachbar:innen der AEO eindringlich. Sie beklagten besonders die überfüllten Busse der regulären Linien und vollen Bushaltestellen gerade auch zu Zeiten der Schüler:innen-Beförderung. Daraufhin drängte Oberbürgermeister Starke gemeinsam mit Bürgermeister Jonas Glüsenkamp beim Freistaat auf die Mitfinanzierung einer Verstärkerlinie. Im Januar konnte eine Einigung über eine umfangreiche finanzielle Beteiligung des Freistaats mit Innenminister Herrmann erzielt werden. 

Stadt: AEO-Kapazitäten verringern 

„Für das Entgegenkommen sind wir dankbar, es ändert aber nichts an unserer Forderung, dass die Belegungszahlen zeitnah wieder sinken müssen“, betont Starke und erinnert an eine Resolution, mit der sich die Stadt im Herbst für die Reduzierung der Kapazitäten der Unterkunft stark gemacht hatte. Der Oberbürgermeister hat dazu auch auf verschiedenen Ebenen Gespräche geführt, unter anderem im Bundesministerium des Inneren und für Heimat in Berlin. Dabei betonte er wiederholt, dass die Flüchtlingsunterkunft Ende des Jahres 2025 vereinbarungsgemäß geschlossen werden müsse. „Wir gehen davon aus, dass danach die Flüchtlinge in Oberfranken dezentral untergebracht werden und der Freistaat dafür bald Vorbereitungen unternimmt“, so Starke.

Auch Staatsministerin Melanie Huml freut sich über den Startschuss für das Shuttle: „Die zusätzliche Buslinie sorgt für weniger volle Busse, ein Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner. Ich bin froh, dass wir Innenminister Joachim Herrmann davon überzeugen konnten, und der Freistaat die Buslinie mit 200.000 Euro fördert. Mittelfristig möchte ich eine Senkung der Belegungszahlen erreichen, und ich setze mich weiter für das Ende der AEO in Bamberg bis Ende 2025 ein. Wichtig bleibt, dass wir uns gemeinsam auf allen Ebenen dafür einsetzen, die Kommunen von den hohen Asylbewerberzahlen zu entlasten.“

Quelle: Stadt Bamberg 

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