25. Juli 2022 / Allgemeines

Von Basketball bis Zeltlager – breites Engagement beim Freiwilligen Sozialen Schuljahr

Jugendliche erhielten bei Feier in Hallstadt Zeugnisse für ihren Einsatz

Mindestens 80 Stunden haben sie im jetzt zu Ende gehenden Schuljahr ehrenamtlich in ihrer Freizeit geleistet. Dafür erhielten rund 50 Jugendliche nun ein qualifiziertes Zeugnis, das ihnen ihr Engagement im Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ) bestätigt. Vertreter von Caritas und Kommunen überreichten die Urkunden bei einer Feier im Kulturboden in Hallstadt.

Die Einsatzstellen, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler freiwillig einbrachten, decken eine große Bandbreite ab. So gab Jasmin Kindern Hilfestellung beim Voltigieren in einem Reitclub. Matteo, Mia und Hanna leisteten Schulsanitätsdienst an der Realschule in Hirschaid. Marcus Appel von Radio Bamberg, der die Veranstaltung pro bono moderierte, verrieten sie, dass dabei das schlimmste Ereignis ein Armbruch war. 

Max, selbst erst 15 Jahre alt, trainierte beim 1. FC 1911 Baunach Sechs- bis Zehnjährige in Basketball. Leonie und Luisa studierten dagegen bei einem Tanzverein mit Kindern eine Choreographie ein. 

In der Schulbibliothek des Bamberger Eichendorff-Gymansiums gab Melissa Bücher aus, nahm sie wieder zurück und sortierte sie ein. Katharina half Grundschulkindern in der Mittagsbetreuung des Kinderschutzbundes in Forchheim bei den Hausaufgaben in Mathematik und Deutsch. „Wo hapert es denn am meisten?“, wollte Marcus Appel wissen. „Beim Zehner-Übergang, also etwa bei 5 + 8.“ 

Etwas dazulernen konnte das Publikum bei Daria und Laura. Sie betrieben in einem ökologischen Projekt Upcycling. Abgeleitet von Recycling, wird dabei Müll aber zu etwas Höherwertigem. So fertigten die beiden Schülerinnen Taschen aus entsorgten Planen.

Auch zwei Schwestern engagierten sich im FSSJ. Marie und Sophie halfen bei der Durchführung eines Zeltlagers für Kinder und Jugendliche der Pfarrei Breitengüßbach. 

„Katzen sind zickig“, befand Selma, die im Tierheim deren Gehege säuberte, und empfahl, Hunde auszuführen, als schönere Aufgabe. Vor allem um die Geräte kümmerten sich Florian und Lisa-Marie bei Freiwilligen Feuerwehren. In Neubrunn gibt es vier bis fünf Mädchen, aber nur zwei Jungs, berichtete Lisa-Marie. Sie überlegt sich, nach dem FSSJ in die Feuerwehr einzutreten.

Nach ihren früheren Erfahrungen im Ehrenamt fragte Marcus Appel auch die Prominenz. Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres war Jugendleiter bei den katholischen Pfadfindern. Er empfahl den Schülerinnen und Schülern, bei ihrem Engagement nicht nur daran zu denken, ob es später mal für den Job nützlich sein könne. Die Bamberger Stadträtin Ulrike Sänger hat, wie sie sagte, die Begleitung von Menschen mit Behinderung nachhaltig geprägt. Auch stellvertretender Landrat Bruno Kellner riet den Jugendlichen, die Chancen zu ergreifen, die ihnen liegen. Er dankte der Caritas und deren Freiwilligenzentrum CariThek, dass sie jungen Menschen dazu die Möglichkeit eröffnen. Insgesamt haben im Schuljahr 2021/22 130 Jugendliche im Einzugsbereich des Freiwilligenzentrums CariThek am FSSJ teilgenommen.

Bürgermeister Thomas Söder betonte als Hausherr, dass man Menschlichkeit nicht kaufen könne. Ihm galt der Dank der Veranstalter, dass er den Kulturboden kostenfrei bereitstellte. Die FSSJ-Feier ermöglichten außerdem Spenden der VR Bank Bamberg-Forchheim über 1.000 Euro und der Stadtwerke Bamberg über 250 Euro sowie ein Zuschuss der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen über 500 Euro.

Musikalisch bereicherte die Feier Lillien Grabmeier, die derzeit ein Praktikum im Freiwilligenzentrum CariThek absolviert, mit ihrem Gesang, begleitet von Vater Heiko an der Gitarre.

Weitere Informationen zum FSSJ finden sich im Internet auf www.carithek.de/projekte/freiwilliges-soziales-schuljahr

Quelle: Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg

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