12. Februar 2022 / Allgemeines

Was macht ein „Biber-Beauftragter“?

Die Stadt Bamberg informiert

Veröffentlicht am 12. Februar 2022 um 11:59 Uhr

Jürgen Vollmer stellte sich im Mobilitätssenat vor.

Der streng geschützte Biber ist in weiten Teilen Bayerns wieder heimisch geworden – auch in Bamberg. Dieser Erfolg hat jedoch auch seine Schattenseiten. In manchen Lebensräumen kommen Biber mit ihren Aktivtäten der menschlichen Landnutzung in die Quere und können auch Schäden und Konflikte verursachen. Für solche Fälle gibt es in der Stadt Bamberg einen „Biber-Beauftragten“. Seit 2017 steht Jürgen Vollmer den Bürgerinnen und Bürger mit Rat und Tat zur Seite. Aus erster Hand informierten sich in dieser Woche die Mitglieder des Mobilitätssenats über seinen Aufgabenbereich. 

Zuständig für den Artenschutz sind die Unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern und den kreisfreien Städten. In der Stadt Bamberg ist diese im Klima- und Umweltamt angesiedelt. Der Biber ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Die Behörde wird bei der Beratung von Betroffenen vor Ort und der Umsetzung von Maßnahmen, wie etwa den Schutz von Bäumen, von ehrenamtlich tätigen Biberberatern unterstützt.

Bereits im Jahr 2013 hat sich Herr Vollmer bei der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege zum Biberberater ausbilden lassen. Seit 1. Februar 2017 ist er der offizielle Biber-Beauftragte der Stadt Bamberg. Er ist kompetenter Ansprechpartner für auftretenden Konflikte zwischen Mensch und Biber. Zu seinen Aufgaben gehört es unter anderem in Konfliktbereichen über Gefahrenquellen, Schadensbilder, Abhilfemaßnahmen sowie Fördermöglichkeiten zu informieren. Ferner unterstützt er die Untere Naturschutzbehörde durch die Bereitstellung von Daten und Bestandsermittlungen. Als Biberbeauftragter hat er sogar Zutrittsrecht zu fremden Grundstücken. 

Bürgermeister Jonas Glüsenkamp sowie die Senatsmitglieder bedankten sich bei Jürgen Vollmer für sein langjähriges Engagement. „Herr Vollmer hilft durch seinen ehrenamtlichen Einsatz präventiv, um Schäden durch den Biber zu vermeiden, wie etwa die Untergrabung von Dämmen, Überschwemmungen durch den Stau von Gewässern oder Bissschäden an Bäumen“, betonte der Umweltreferent. „Bürgerinnen und Bürger, die solche Schäden befürchten oder feststellen, bitte ich, mit uns Kontakt aufzunehmen. Unser Biber-Beauftragter wird sich kompetent mit Betroffenen in Verbindung setzen.“

Info

Rat und Hilfe suchende Bürgerinnen und Bürger wenden sich bitte an die Untere Naturschutzbehörde bei der Stadt Bamberg:

Tel.: 0951/87-1706, E-Mail: umwelt@stadt.bamberg.de. Diese stellt den Kontakt zum Biber-Beauftragten her.

Foto: Helga Brauner

Quelle: Stadt Bamberg

Meistgelesene Artikel

Bamberg gastiert im Champions-League Viertelfinale in der Slowakei
Sport

Victoria Keglerinnen reisen zum Hinspiel nach Podbrezova

weiterlesen...
Livemeldung: Bamberg zieht ins Champions-League Halbfinale ein!
Sport

Victoria Bamberg schickt die Gäste aus Podbrezova mit einer 7:1 Packung nach Hause

weiterlesen...

Neueste Artikel

Melanie Huml bekommt kompetente Unterstützung aus Nürnberg
100Prozentbamberg-News

Nürnbergs OB Marcus König unterstützt seine Parteikollegin

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Tiefensammler: Stadt sucht weiterhin den Austausch mit der Bürgerschaft
Allgemeines

Mehrstufige Informations- und Beteiligungsformate sollen Öffentlichkeit aktiv und transparent beteiligen

weiterlesen...