23. März 2026 / Allgemeines

Zuckerfalle im Osternest

Im Osternest finden sich meist nicht nur bunt bemalte Hühnereier, sondern oft auch Eier und Hasen aus Schokolade oder Zuckerguss.

Veröffentlicht am 23. März 2026 um 13:00 Uhr

Frische, natürlich gefärbte Hühnereier sind Schoko- und anderen süßen Eiern vorzuziehen.  

Mehr als die Hälfte aller Deutschen verschenken an Ostern laut einer YouGov-Umfrage aus dem vergangenen Jahr Schokolade. In den meisten Familien erhöht sich dadurch rund um die Feiertage der Verzehr von Süßigkeiten enorm. Das heißt: Im Osternest ist auch vermehrt Karies versteckt. Denn Zucker mögen die Mund-Bakterien besonders gern. Sie bilden eine Säure, die den Zahnschmelz angreift. „Für die Mundhygiene hilft deshalb nur, sich nach dem Naschen die Zähne gründlich zu putzen“, so Doris Spoddig, Ernährungsexpertin der AOK in Bamberg und ergänzt: „Zwischendurch kann man ruhig einmal auf zuckerfreien Kaugummi zurückgreifen. Der regt nämlich die Speichelproduktion an und verkürzt nach Mahlzeiten die saure Phase im Mund - ersetzen kann er die gründliche Zahnpflege aber nicht.“ 

Lieber Hühner- als Schoko-Eier
Zucker hat noch weitere Nachteile. So kann er die Blutfettwerte erhöhen sowie Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes begünstigen. Deshalb rät Doris Spoddig, an Ostern das Hühnerei den Schoko- und anderen süßen Eiern vorzuziehen. Hühnereier enthalten gesunde Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Vitamin A und einige B-Vitamine. Das darin enthaltene Cholesterin bewertet die aktuelle Forschung inzwischen anders als früher. Es hat sich gezeigt, dass der Verzicht auf cholesterinhaltige Nahrungsmittel den Cholesterinwert kaum verändert. „Das liegt daran, dass der Körper das Cholesterin überwiegend selbst produziert und verschiedene Faktoren die Höhe des Cholesterinspiegels beeinflussen,“ so Doris Spoddig. 

Alternativen zu Süßem
Wichtig zu wissen: Der menschliche Körper braucht keinen zusätzlich zugeführten Zucker. Die WHO empfiehlt grundsätzlich, den Verzehr von Zucker auf unter fünf Prozent der täglichen Energiemenge zu reduzieren. Das wären bei einem durchschnittlichen Erwachsenen maximal 25 Gramm, bei Kindern deutlich weniger. Unsere Organe, allen voran das Gehirn, benötigen zwar Zucker in Form von Glukose, um richtig zu funktionieren. Aber unser Körper kann diese aus vielen kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln selbst herstellen. „Das heißt fürs Osternest: Dort finden sich idealerweise auch gesundes Obst, zuckerarme Fruchtriegel oder Nüsse – und alternative Ostergeschenke wie kleine Lesebücher, Malstifte oder Spiele für die Tasche“, schlägt Doris Spoddig vor. 

Im Internet:
Vegetarische Osterrezepte: gesund und nachhaltig genießen Gesunde Ostergeschenke selber machen

Quelle: AOK Bamberg

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