1 Gruppenbild vor dem Cleantech Innovation Park
2/3 Besuch bei SteelCo.Tech
4 Werksführung bei der Maschinenbau Leicht GmbH
Wie stellen sich Betriebe, aber auch Politik und Verwaltung auf tiefgreifende
Veränderungen in der Industrie ein: Das stand im Mittelpunkt eines Besuches von
Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft,
Landesentwicklung und Energie, in Bamberg. „Rund 20.000 Arbeitsplätze hängen in
unserer Region an der Automobilindustrie. Das sorgt für einen großen
Transformationsdruck, aber auch für hohe Innovationskraft“, betonten Landrat
Johannes Maciejonczyk und Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier.
Gemeinsam mit ihnen besuchte Gotthardt den Cleantech Innovation Park, die
SteelCo.Tech Bamberg GmbH und die Maschinenbau Leicht GmbH. OB Niedermaier
nutze die Gelegenheit, um mit Landrat Maciejonczyk für die ganze Region zu werben:
„Wir haben hier hervorragende Kompetenzen in den Bereichen Physical AI, Robotik und
Defense, die weiter ausgebaut werden können und so neue Geschäftsfelder für unsere
Unternehmen darstellen. Der Freistaat kann hier von der Region Bamberg und dem
Know-how der Universität Bamberg profitieren, um an die Spitze bei dieser Technologie
zu kommen.“
Bei Staatssekretär Gotthardt kam das gut an: „Transformation schmerzt. Transformation
ist aber auch eine große Chance, aus dem Vakuum etwas Neues zu entwickeln. Es ist
faszinierend, mit welcher Breite ihr das angeht. Wir wollen und werden mit Bayern bei
der humanoiden Robotik eine führende Rolle in Europa einnehmen.
Cleantech Innovation Park als Ausgangspunkt
An der ersten Station dankte Landrat Maciejonczyk „für die Unterstützung, die wir für
unseren Cleantech Innovation Park bereits erfahren haben.“ Im Moment stehe die
Bewerbung um ein Technologiertransferzentrum gemeinsam mit der Hochschule
Würzburg-Schweinfurt im Fokus. „Wir haben hier beste Voraussetzungen: eine
hervorragende Zusammenarbeit mit den Kommunen und Unternehmen, die ihr
Knowhow einbringen wollen. Jeder kann von jedem profitieren", betonte Maciejonczyk.
Geschäftsführer Peter Keller stellte die Entwicklung des Cleantech Innovation Parks und
dessen Potenziale für Innovation, Technologietransfer und industrielle Wertschöpfung
vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Region den Strukturwandel aktiv gestalten
und Unternehmen unterstützen kann. Die Verbindung von industrieller Kompetenz,
Forschung, Entwicklung und geeigneten Flächen bietet dafür gute Voraussetzungen. Der
Staatssekretär zeigte sich begeistert: „Ihr habt hier eine Keimzelle entwickelt, ein
Vorzeigeprojekt gelungener Transformation. Man sieht es: ihr seid überzeugt, ihr brennt
dafür!"
Herausforderungen aus Unternehmenssicht
Bei der SteelCo.Tech Bamberg GmbH gab Werkleiter und Mitglied der Geschäftsleitung
Matthias Czech Einblicke in die aktuelle Situation des Unternehmens. Veränderte
Lieferketten und Absatzmärkte, internationaler Wettbewerbsdruck, Energie- und
Standortkosten sowie die Sicherung von Beschäftigung und Know-how stellen
produzierende Unternehmen vor weitreichende strategische Entscheidungen.
SteelCo.Tech schafft es aber, wettbewerbsfähig zu sein und sogar Absatzmärkte in
Indien zu haben.
Neue Perspektiven
Wie sich ein Unternehmen in einem anspruchsvollen Markt erfolgreich weiterentwickeln
kann, zeigte auch der Besuch bei der Maschinenbau Leicht GmbH (MBL) in Hallstadt. Als
Auftragsfertiger produziert das Unternehmen Bauteile mit einem Gewicht von bis zu 40
Tonnen und hat sich insbesondere durch seine hohe Präzision einen Namen gemacht.
Aktuell befindet sich das Unternehmen in einem umfassenden Transformationsprozess.
Die Antwort auf die sich verändernden Rahmenbedingungen lautet vor allem
Flexibilisierung und die Erschließung neuer Geschäftsfelder.
Neben dem bestehenden Kerngeschäft sollen insbesondere die Bereiche Energie und
Verteidigung weiter ausgebaut werden. Dafür entsteht derzeit ein eigenes
Kompetenzzentrum, das die bestehenden Potenziale gezielt für diese Zukunftsmärkte
weiterentwickeln soll. Auch die Medizintechnik ist ein wichtiger Markt für das
Unternehmen. Zudem punktet das Unternehmen bei der Ausbildung mit Digitalisierung.
„Die Entwicklung von Maschinenbau Leicht zeigt eindrucksvoll, wie Unternehmen durch
Innovation, Flexibilität und die Bereitschaft zur Veränderung neue Perspektiven schaffen
können“, sagte Landrat Maciejonczyk.
Staatssekretär Gotthardt unterstrich am Ende seines Besuchs die Bedeutung
leistungsfähiger industrieller Strukturen für den Wirtschaftsstandort Bayern. Der
Austausch vor Ort sei wichtig, um zu erfahren, welche Rahmenbedingungen Unternehmen benötigen, um den Wandel erfolgreich zu gestalten und zusätzliche
Marktchancen zu nutzen. Der Staatssekretär lobte die enge Zusammenarbeit zwischen
Stadt und Landkreis Bamberg. Die Wirtschaftsförderungen unterstützen Unternehmen
dabei, sich zu vernetzen, Informationen über Märkte und Fördermöglichkeiten zu
erhalten und Kontakte zu relevanten Partnern und Institutionen aufzubauen.
Quelle und Fotonachweis: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth



