Schmetterlinge im Bauch, Backstage-Pässe um den Hals und jede Menge Vorfreude: Am Donnerstagabend standen 25 Kinder des Monte-Chors der Montessori-Schule Bamberg zum ersten Mal auf einer großen Festivalbühne. Beim 20. Kontaktfestival auf dem Metalluk-Gelände in der Ohmstraße präsentierten die Erst- bis Viertklässler einen bunten Mix aus sommerlichen Liedern – und begeisterten damit nicht nur ihre Eltern, sondern auch zahlreiche Festivalbesucher.
Der Monte-Chor besteht aus insgesamt 50 Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 4. Chorleiterin Katja Haus und die engagierte Mutter Mayra Vargas hatten mit 25 Kindern ein abwechslungsreiches Programm einstudiert: von „Schalalala" (Fredi Jirovec) und „Jetzt ist Frühling" (Sebastian Schönmoser) über „Kompliment" von Sportfreunde Stiller bis hin zu „Ich bin ich" von Dikka. Als Zugabe gab es den Ferienhit „Mein Hobby ist Ferien" – ebenfalls von Dikka.
Doch bevor es auf die Bühne ging, erlebten die Kinder einen aufregenden Festivalnachmittag hinter den Kulissen. Kurz vor 17 Uhr traf die Gruppe am Gelände ein. Alle Kinder erhielten ganz professionell ihre Backstage-Pässe – ein Moment, der für leuchtende Augen sorgte. Während Chorleiterin Katja Haus ein letztes Mal mit den Kindern hinter der Bühne probte, übernahm Schulleiterin Angelika Gerlach die Rolle des „Roadis" und kümmerte sich um sämtliche Organisation hinter den Kulissen. Dann durften die Kinder live beim Soundcheck der Profis zusehen – für viele ein Erlebnis für sich.
Um 18:10 Uhr war es schließlich soweit: Bühne frei für den Monte-Chor. Die anfängliche Nervosität legte sich erstaunlich schnell. Von Lied zu Lied wurden die Kinder lockerer, sicherer, mutiger – am Ende waren sie kaum noch von der Bühne zu bekommen. „Ich war aufgeregter als die Kinder", gestand Chorleiterin Katja Haus nach dem Auftritt lachend. „Es war eine tolle Chance für die Kinder, auf so einer Bühne zu stehen. Ein tolles Erlebnis, so in die Ferien zu starten."
Die Kinder selbst waren nach dem Auftritt kaum zu bremsen. Ein Mädchen berichtete, der Bauch sei „voll Schmetterlinge" gewesen – die aber sofort verschwanden, als sie Mama und Papa im Publikum entdeckte. „Ich habe gesehen, dass manche Leute geweint haben, weil es ihnen so gut gefallen hat", erzählte ein anderes Kind stolz. „Es war so schön, alles von oben zu sehen – man konnte sogar den Popcornstand und das Kinderschminken sehen." Ein Junge hatte seinen Backstage-Ausweis bereits über das Bett gehängt. Und ein Mädchen brachte es auf den Punkt: „Ich will das immer machen!"
Der Auftritt zeigt eindrucksvoll, was Montessori-Pädagogik über den Unterricht hinaus ermöglicht: Kinder, die lernen, sich etwas zuzutrauen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen. Ab dem Schuljahr 2027/28 soll der neue Dr.-Pfleger-Campus in Hallstadt noch mehr Raum für solche Erfahrungen bieten. Das 20,6-Millionen-Euro-Projekt vereint Kinderhaus, Grundstufe und Sekundarstufe unter einem Dach. Wer den Campus unterstützen möchte, findet Informationen unter www.zukunftsluecke.de.
Bildquelle: Christian Martin
Quelle: Montessori-Schule Bamberg

