Die Mitgliederversammlung des Bürgervereins Sand, IV. Distrikt, e.V., gegr. 1891, hat der Beteiligung der Stadt Bamberg an der Sandkerwa Veranstaltungs GmbH mit 73 zu 43 Stimmen zugestimmt. Gemeinsames Ziel sei es nun, so Simone Franke für den Bürgerverein, der das traditionelle Volksfest bisher komplett ehrenamtlich organisiert hat, die „Sandkerwa zukunftssicher auszurichten und gemeinsam Synergien zu nutzen“. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte: „Die Sandkerwa ist gerettet, aber das ist nur ein Teil der Wahrheit: Es wurde ein Stück Bamberg gerettet.“
Er erinnerte an die Umfrage zur Sandkerwa, der erwiesen hatte, dass rund 85 Prozent der Bamberg sich keine Zukunft ohne Sandkerwa vorstellen können. 2017 hatte der Bürgerverein die Sandkerwa abgesagt - vor allem wegen der finanziellen Risiken und mit Blick auf die gestiegenen Sicherheitsanforderungen. Um die Sandkerwa zu retten, hatte der Bamberger Stadtrat im Dezember beschlossen, dass sich die Kommune an der Sandkerwa-Veranstaltungs GmbH beteiligt und einen finanziellen „Rettungsschirm“ aufspannt. Insgesamt wurden dafür 225.000 Euro bewilligt. Mit einem Teil dieses Geldes, nämlich 63.000 Euro, beteiligt sich die Stadt an der Sandkerwa-Veranstaltungs-Gesellschaft.
„Man muss Verständnis haben für die Sorgen des Bürgervereins“, so Starke: „Die Besucher müssen stets davon ausgehen können, dass alles dafür getan wird ein sicheres Fest zu erleben. Diese Verantwortung und auch das finanzielle Risiko können nicht allein ehrenamtlich getragen werden.“ Oberbürgermeister Starke freute sich, dass in den vergangenen Wochen Vertrauen gewonnen wurde zwischen den verhandelnden Parteien. Er dankte allen Beteiligten für ihren enormen Einsatz. In den kommenden Monaten sollen Gesprächsrunden mit allen Beteiligten geführt werden: Gastronomen, Standbetreiber, Marktkaufleute, Polizei und Feuerwehr. „Alle Beteiligten sollen in die Gespräche über die Zukunft der Sandkerwa eingebunden werden. Die Sandkerwa gehört zu den bekanntesten Traditionsfesten in Bayern. In den vergangenen Jahren kamen an den fünf Festtagen insgesamt rund 300.000 Besucher.

