Der Bamberger Oberbürgermeisterkandidat und Stadtrat Sebastian Niedermaier übernimmt die Initiative und setzt gemeinsam mit Oberbürgermeister Andreas Starke, Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz, Bevollmächtigter der IG Metall Bamberg Martin Feder und Bosch Betriebsratsvorsitzenden Mario Gutmann ein starkes Signal an Berlin: Die Bundesregierung muss handeln, um den Industriestandort Bamberg zu sichern.
In einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung fordern die Unterzeichner, das geplante „Verbrenner-Aus“ über 2035 hinaus zu verschieben, um den notwendigen Strukturwandel sozial und wirtschaftlich abzufedern.
Sebastian Niedermaier betont: „Bosch ist das industrielle Herz unserer Stadt. Wenn dieses Herz ins Stolpern gerät, betrifft das tausende Familien, unsere Handwerksbetriebe, den Einzelhandel – kurz: ganz Bamberg. Wir brauchen jetzt klare Entscheidungen aus Berlin, die den Menschen Sicherheit geben und den Wandel realistisch gestalten.“
Mit rund 6.000 Beschäftigten ist das Bosch-Werk einer der größten Arbeitgeber der Region. Die fortlaufenden Stellenstreichungen und unklare Zukunftsperspektiven führen zu wachsender Verunsicherung. Der Kern des Werks – die Dieselproduktion – bleibt weiterhin tragend, während Alternativen noch im Aufbau sind.
Niedermaier weiter: „Wir dürfen den Wandel nicht als Risiko sehen, sondern als Aufgabe. Dafür brauchen wir Zeit, Investitionen und politische Rückendeckung. Es geht nicht um Technikdebatten, sondern um
Menschen, die hier leben und arbeiten.“
Auch Oberbürgermeister Andreas Starke unterstützt den Vorstoß: „Wir müssen alle Kräfte bündeln, um den Standort zu halten. Die Stadt, das Werk, die Politik – gemeinsam. Nur so gelingt der Übergang in neue Technologien, ohne dass unsere Region den Preis dafür zahlt.“
Der Bamberger Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz sieht den Bund in der Pflicht: „Der Transformationsprozess darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Wir brauchen ein realistisches Tempo und eine aktive Unterstützung für Regionen wie Bamberg, die über Jahrzehnte die industrielle Basis unseres Landes getragen haben.“
Der gemeinsame Appell der Bamberger Akteure an die Bundesregierung soll sicherstellen, dass der Wandel in der Automobilbranche sozialverträglich, planbar und standorttreu gestaltet wird. Bamberg will nicht Zuschauer, sondern aktiver Gestalter dieser Transformation sein.
Fotoquelle: SPD Bamberg
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