SPD Bamberg fordert Unterstützungskonzept für Kiosk Kunni
Der Kiosk Kunni ist seit Jahren ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in der Wunderburg und weit darüber hinaus. Er ist ein Ort der Begegnung, der maßgeblich zur Lebensqualität im Stadtteil und in der Stadt Bamberg insgesamt beiträgt. Die geplante Baumaßnahme „Tiefensammler“ betrifft den Kiosk unmittelbar. Die Baustelle verläuft direkt am Standort vorbei und wird den Betrieb über mehrere Jahre erheblich einschränken.
Kritisch bewertet die SPD Bamberg dabei auch das Vorgehen der Stadtverwaltung. Ein saisonal arbeitender Betrieb wurde erst sehr spät über eine Baumaßnahme informiert, die ihn direkt und langfristig betrifft. „Wer so plant, nimmt die wirtschaftlichen Realitäten kleiner Betriebe nicht ernst“, betont Stadtrat Sebastian Niedermaier.
Auch der Betreiber des Kiosks, Kajetan Glückert, macht die Situation deutlich: „Als familiengeführter Betrieb trifft uns die geplante vierjährige Baumaßnahme hart. Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und uns auf die Situation einzustellen. Dafür brauchen wir jedoch verlässliche Rahmenbedingungen, konkrete Ausgleichsflächen und einen direkten, kontinuierlichen Austausch zwischen Verwaltung, Bauausführung und uns. Nur so kann der Standort während der Bauzeit überhaupt wirtschaftlich überleben.“
Aus Sicht der SPD Bamberg reicht es deshalb nicht aus, kurzfristige oder punktuelle Hilfen in Aussicht zu stellen. Erforderlich ist ein verbindliches und dauerhaftes Unterstützungskonzept für die gesamte Bauzeit. Dazu gehören insbesondere eine Reduzierung der Pacht auf einen symbolischen Euro für die Dauer der Baumaßnahme, die Schaffung attraktiver Ausweich- und Ausschankflächen – etwa in Form eines temporären Biergartens unter den Bäumen – sowie ein regelmäßiger, verbindlicher Austausch zwischen Stadtverwaltung, Bauausführung und Betreiber, um Maßnahmen frühzeitig abzustimmen und kontinuierlich anzupassen.
„Städtische Bauprojekte dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Wenn die Stadt über Jahre baut, muss sie auch über Jahre Verantwortung für die Auswirkungen übernehmen“, so Niedermaier weiter. „Unser Ziel ist es, dem Betreiber Planungssicherheit zu geben und sicherzustellen, dass der Kiosk Kunni während der gesamten Bauzeit und vor allem danach erhalten bleibt.“
Quelle: SPD Bamberg
Fotoquelle: SPD Bamberg

