SPD-Fraktion Bamberg fordert Verbot von E-Scooter-Verleih
Die SPD-Fraktion im Bamberger Stadtrat fordert den Mobilitätssenat mit Nachdruck auf, den
gewerblichen E-Scooter-Verleih im gesamten Stadtgebiet zu beenden. Deshalb stellt die SPD-Fraktion
den Antrag bei der Stadtverwaltung auf Prüfung eines Verbotes. Die bisherigen Erfahrungen haben aus
Sicht der SPD klar gezeigt: E-Scooter bringen keinen echten Mehrwert für die Stadt und verursachen
stattdessen erhebliche Belastungen.
„Bamberg braucht keine E-Scooter“, betont SPD-Oberbürgermeisterkandidat Sebastian Niedermaier.
„Die angeblich so umweltfreundliche letzte Meile lässt sich in Bamberg zu Fuß oder mit dem eigenen
Fahrrad problemlos zurücklegen. Stattdessen zahlen wir als Stadt drauf – mit vermüllten Straßen,
blockierten Gehwegen und einem zusätzlichen ökologischen Schaden, der in keiner Relation zu einem
angeblichen Mobilitätsgewinn steht. Wir fordern ein klares Verbot – alles andere ist ein fauler
Kompromiss.“
Seit der Einführung der E-Scooter-Flotten im Jahr 2021 hat sich die Zahl der Fahrzeuge in Bamberg
massiv erhöht. Gleichzeitig häufen sich Beschwerden aus der Bürgerschaft: falsch abgestellte Scooter
blockieren Gehwege, insbesondere für Menschen mit Behinderung, Eltern mit Kinderwagen oder
ältere Menschen. Der öffentliche Raum wird für kommerzielle Zwecke genutzt, während die
Allgemeinheit die Folgen tragen muss – ohne erkennbaren Vorteil.
Zudem passen E-Scooter nicht zu Bamberg mit seinen engen Gassen, seinem einzigartigen historischen
Charakter und der sensiblen Struktur des UNESCO-Weltkulturerbes. Gerade im Innenstadtbereich ist
für solche Fahrzeuge schlicht kein Platz, ohne die Qualität und Sicherheit des öffentlichen Raums zu
gefährden.
„E-Scooter sind kein Zukunftsmodell für Bamberg. Sie sind ein kommerzielles Geschäftsmodell, das
unsere Stadt belastet“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Kuntke.
Als Vorbild verweist Kuntke auf die Stadt Gelsenkirchen, die 2024 als erste deutsche Großstadt den
gewerblichen E-Scooter-Verleih vollständig verboten hat. „Dort bestätigte das Verwaltungsgericht im
April 2024 die Rechtmäßigkeit dieser Entscheidung für Gelsenkirchen.“
„E-Scooter haben in einer Stadt wie Bamberg keinen echten Mehrwert – sie verursachen mehr
Probleme, als sie lösen. Daher ist das Verbot der einzig richtige Weg“, fasst Sebastian Niedermaier
zusammen.
Quelle: SPD-Fraktion Bamberg

