Die ersten Malteser in Rom: Florian Riedl, Johanna Nebken, Tim Loose, Jasmin Loose, Christian Birkmann, Volker Rau, Jutta Sendner-Rau (v.l.)
ROM/ERZBISTUM. Mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom am 24. Dezember 2024 hat das Heilige Jahr 2025 begonnen – und die Malteser werden dieses besondere Ereignis in der katholischen Kirche die ganze Zeit über in Rom sanitätsdienstlich mitbetreuen. Einsatzkräfte aus dem Erzbistum Bamberg waren als Erste vor Ort und werden das Heilige Jahr, das alle 25 Jahre gefeiert wird, auch beenden. Dem Startteam gehörten Jasmin und Tim Loose, Florian Riedl und Chris Birkmann aus Nürnberg sowie Jutta Sendner-Rau und Volker Rau aus Bamberg an. Dazu gesellte sich die Malteser-Ärztin Johanna Nebken aus Nordrhein-Westfalen. Sie alle kümmerten sich eine Woche lang um die Pilger und Pilgerinnen in der „Ewigen Stadt“. Wir haben Einsatzleiter Chris Birkmann nach der Rückkehr fünf Fragen gestellt.
- Chris, es werden im Laufe des Jahres Malteser aus ganz Deutschland in Rom im Einsatz sein. Wie kam das Erzbistum Bamberg zu der Ehre, gleich beginnen zu dürfen?
Das war tatsächlich eher Zufall! Als die Termine bekannt wurden, war der einhellige Tenor, dass es schwierig werden würde, über die Feiertage Helfer zu finden. Als ich das bei meinen Helfern angesprochen hatte, war tatsächlich das Gegenteil der Fall: Viele wollten genau zu diesem Zeitpunkt nach Rom. - Wie lange habt Ihr den Einsatz im Vorfeld geplant?
Tatsächlich waren das einige Monate. Der gesamte Einsatz war zunächst eine riesige „Black-Box“, in der erst sehr viel vor Ort geklärt werden musste. Auch die Anreise an sich war eine große Herausforderung, deren Organisation mir dankenswerter Weiße von meiner Kollegin Petra Schaller in der Verwaltung abgenommen wurde. - Musstet Ihr auch zu schwereren medizinischen Vorfällen – oder beschränkten sich die Einsätze auf die „üblichen Wehwehchen“ bei Pilgern?
Ganz klar die Wehwehchen! Letztlich waren es die Beschwerden, denen man ständig auf Sanitätsdiensten begegnet wie leichte Kreislaufprobleme, Husten und Schnupfen oder kleinere Verletzungen. Unsere Hauptaufgabe war es tatsächlich zu erklären, wo die nächste Toilette ist oder von welchem Balkon der Papst spricht. Und das, obwohl niemand von uns italienisch spricht! (lacht) - Was war für Euch das schönste Erlebnis des Einsatzes?
Das Treffen und der Austausch mit Maltesern aus anderen Ländern und natürlich auch die Zusammenarbeit mit dem Orden selbst. Ein Einsatz in einem anderen Land ist eine ganz spezielle Erfahrung, bei der ganz neue Eindrücke gesammelt werden. Alleine Weihnachten auf dem Petersplatz zu feiern, ist schon etwas ganz Besonderes! - Was nimmst Du, nehmt Ihr persönlich von der Woche in Rom mit?
Da gibt es einiges. Die beeindruckende Kulisse der Stadt mit ihrer unglaublichen Architektur und den prächtigen Basiliken, in den wir den Dienst verrichten durften. Aber das Wichtigste war das tolle Team, die super Zusammenarbeit mit den internationalen Kollegen und die Tatsache, dass dort alles völlig anders organisiert ist!
Quelle: Malteser Hilfsdienst e. V.
Foto: Pressestelle Vatikan

