Mit großer Mehrheit sprach sich die Straßennamenkommission für die Einführung von Kommentarschildern nach Münchner Vorbild aus. (Fotonachweis: Horst Gehringer)
Straßennamen in Bamberg: Aufarbeitung statt Umbenennung
In Bamberg wird seit 2021 intensiv über die historische Bedeutung von Straßennamen diskutiert. Zur fundierten Aufarbeitung setzte der Kultursenat eine Straßennamenkommission ein. Am 13. März 2025 präsentierte Stadtarchivar Horst Gehringer deren Abschlussbericht.
Im Stadtarchiv wurden 1148 Namen von Straßen, Plätzen und Brücken wissenschaftlich erfasst. Die Untersuchung basiert auf historischer Literatur und Ratsprotokollen – eine aufwändige Aufgabe, da viele alte Protokolle keine Register führen.
Die Kommission fasste drei zentrale Beschlüsse:
- Biographische Erläuterungen für personenbezogene Straßennamen.
- Kommentarschilder nach Münchner Vorbild – mit Kurzinfos zur historischen Einordnung.
- Keine Umbenennungen, sondern umfassende Information vor Ort, im Stadtarchiv und in einer geplanten Publikation.
„Wir setzen auf Transparenz und Bildung statt Symbolpolitik“, so Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar.
Quelle: Stadt Bamberg

