Am 17. Juni 2026 lud die Montessori-Schule Bamberg zum dritten Mal zum Künstlerabend. Veranstaltungsort war dieses Mal das Jugendzentrum „Benze“ in der Coburger Straße, das mit seinen vielseitigen und einladenden Räumlichkeiten den perfekten Rahmen bot. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 zeigten vor großem Publikum ihre Talente. Sandra Albrecht, die den Abend von Elternseite organisiert hatte und die Kinder mit Wärme und Leichtigkeit auch als Moderatorin durch das Programm führte, brachte es auf den Punkt: „Schule sollte mehr sein als Lehren und Lernen. Es darf ein Ort sein, an dem der Mensch vollständig ankommt, ganzheitlich gesehen, mit allem, was er mitbringt.“ Ganz im Sinne der Pädagogik Maria Montessoris. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Eltern verfolgten das Programm stehend.
Als die Moderatorin zwei Schülerinnen fragte, wie lange sie gebraucht hätten, um ihre selbst geschriebene und illustrierte Geschichte zu verfassen, kam die Antwort prompt und trocken: „Nicht sehr lange.“ Das Publikum lachte. „Genau solche Momente machen die Arbeit mit Kindern aus. Ihre Ehrlichkeit und Authentizität sind es, die einen Abend wie diesen lebendig machen – und an denen wir uns als Erwachsene ein Beispiel nehmen können“, so Sandra Albrecht.
Auf dem musikalischen Programm standen unter anderem ein ungarisches Flötenduo, ein Cello-Viola-Duett mit einer Variation des Pachelbel-Kanons sowie Klavierstücke von Ludovico Einaudi und ein Klavierarrangement eines Songs von Linkin Park. Alles in allem ein Programm also, das die Vielfalt der Talente eindrucksvoll widerspiegelte. Der emotionale Höhepunkt des Abends war das Gemeinschaftsstück „Trommle mein Herz für das Leben“, das drei Mütter mit Kindern verschiedener Klassen einstudiert hatten.
In der Pause lud ein „Gallery Walk“ durch das Jugendzentrum dazu ein, innezuhalten: Linoldrucke, Aquarelle, Collagen und Selbstportraits – Kunstwerke, die die Kinder der Montessori-Schule im Unterrichtsfach Werken und Gestalten mit ihren Lehrerinnen geschaffen hatten. „Fertig sein ist bei kreativer Arbeit nicht immer das Wichtigste, das haben die Kinder während der Vorbereitung gelernt“, sagt Christine El-Banna, eine der Fachlehrerinnen an der Montessori-Schule Bamberg. „Es geht eher darum zu zeigen, was wir machen, und das ist immer nur eine Momentaufnahme des Prozesses.“ Den schönsten Moment des Abends erlebte sie beim Gallery Walk selbst: „Die Kinder waren beim Aufhängen nicht dabei. Und dann zu sehen, wie sie nach und nach ihr Werk entdecken, und es stolz den Eltern zeigen, ist eine große Freude! Sie erfahren hier eine besondere Wertschätzung ihrer Arbeit. Es ist großartig und sehr, sehr wichtig, dass es dafür Raum und Zeit gibt!"
Mit dem Dr.-Pfleger-Campus in Hallstadt entsteht derzeit ein neues Zuhause für die Montessori-Schule Bamberg, das künftig auch für solche Abende reichlich Platz bieten wird. Wer den Weg dorthin unterstützen möchte: www.zukunftsluecke.de
Text- und Bildquelle: Mark Walter/ Montessori - Bamberg

