Foto: Wolfgang Reichmann und Innenminister Joachim Herrmann, Dezember 2022
Stadtverband für Sport feiert 75-jähriges Jubiläum mit öffentlicher Veranstaltung - Innenminister Joachim Herrmann kommt
Der Stadtverband für Sport Bamberg ist die Dachorganisation der Bamberger Sportvereine. Gegründet wurde er vor 75 Jahren. Mit einer öffentlichen Jubiläumsveranstaltung feiert der Stadtverband in der KUFA (Kulturfabrik, Ohmstraße 3) am Freitag, den 20. März, sein Jubiläum. Beginn ist um 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Wolfgang Reichmann, erster Vorsitzender des Stadtverbands für Sport: „Wir freuen uns, dass wir mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann ein Mitglied der Staatsregierung als Ehrengast begrüßen dürfen. Wir freuen uns aber auch, dass Oberbürgermeister Andreas Starke sein Kommen zugesagt hat. Und wir freuen uns auf den mehrfachen Weltmeister im Kunstradfahren, Lukas Kohl." Das Programm des Abends hat noch weitere Inhalte. „Verraten wollen wir sie jedoch nicht. Die hoffentlich vielen Gäste sollen sich überraschen lassen", so Reichmann weiter. Moderiert wird der Abend von Robert Hatzold, Vorstandsmitglied des Stadtverbandes. Im Anschluss an den offiziellen Teil sind die Gäste zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
„Werbe für Gelassenheit und Zusammenhalt in schwierigen Zeiten"
In den letzten Jahren hat sich der Stadtverband für Sport immer wieder zu Wort gemeldet. Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie, aber auch zur aktuellen Lage ermuntert erster Vorsitzender Wolfgang Reichmann zur Ruhe und Gelassenheit: „Wir alle haben dabei unterschiedliche Päckchen zu tragen. Mancher ein Größeres, mancher ein Kleineres. Ich darf für Stärke, Gelassenheit und Zusammenhalt werben in gerade diesen schwierigen Zeiten." Wolfang Reichmanns Vorstandskollege Heinz Kuntke geht in eine andere Richtung zum Jubiläum. Der Jurist über die Arbeit des Stadtverbandes: „Er ist ein Bindeglied zwischen den Vereinen, knüpft Kontakte und vertritt die Interessen des Sports gegenüber der Stadt. Je stärker der Stadtverband ist, desto erfolgreicher kann er die Interessen des Sports gegenüber der Stadt vertreten". Kuntkes Vorstandskollege Markus Habermeyer ergänzt: „Der Stadtverband für Sport ist eine wichtige Vereinigung der Bamberger Sportvereine. Er hat die Aufgabe, die Interessen des Sportes in die Verwaltung und die Politik hineinzutragen. Damit dort der Sport nicht zu kurz kommt. Bamberg nennt sich ´Sportstadt` und muss dem auch gerecht werden. Und da ist der Stadtverband für Sport eine wichtige Einrichtung, damit dies auch vollzogen wird."
Klare Bekenntnisse zum Sport abgeben
Ein wichtiges Anliegen ist dem Stadtverband die Sportlerehrung. Für sie hat er sich in der Vergangenheit stark gemacht. Wolfgang Reichmann: „Dem zuständigen städtischen Fachbereich Sport müssen hierfür Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Dafür muss der Stadtrat sorgen. Ich freue mich daher sehr, und das sage ich auch im Namen meines Vorstandskollegiums, dass im letzten Jahr genügend Geld für die Durchführung der Sportlerehrung in den Haushalt eingestellt wurde. Wir erinnern uns ja, dass das zuletzt nicht immer der Fall war. Aus dem Stadtrat oder von der Stadtspitze heißt es oft ´Sportstadt Bamberg`. Dann müssen sie aber auch dafür sorgen, dass dies kein Feigenblatt ist. Sie müssen auch klare Bekenntnisse zum Sport abgeben. Und das geht für Geld für die jährliche Sportlerehrung, aber auch für die notwendigen Sanierungen von Sportstätten." Schriftführer Max Zillibiller hebt in diesem Zusammenhang die Arbeit innerhalb des Verbands hervor: „Der Stadtverband für Sport setzt sich aus Ehrenamtlichen zusammen, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, den Sport, die Vereine und vor allem die Sportler so zu unterstützen dass sie ihr Hobby ausüben können. Wir unterstützen, helfen, informieren, setzen uns mit Behörden auseinander, fördern Stadtmeisterschaften und wenn es uns möglich ist, gibt es auch mal eine kleine Finanzspritze. Und wenn es an der Zeit ist, dann feiern wir auch zusammen. Alles Gute zu 75 Jahren."
Wenig umgesetzt bei Volkspark-Sanierung
Enttäuscht zeigt sich Wolfgang Reichmann über die Entwicklung der Sanierung des Volksparks. In diesem Jahr feiert das Areal im Stadtosten sein 100-jähriges Jubiläum. Vor sechs Jahren haben Sportvereine und Stadtverband auf dieses Jubiläum aufmerksam gemacht. Wolfgang Reichmann: „Was aber seitdem passiert ist, ist beschämend. Da ist nämlich wenig passiert. Heuer ist das 100-jährige Jubiläum und dem Grunde nach sieht das Gelände fast genauso aus wie vor sechs Jahren." Hoffnung setzt der ehemalige Lehrer in die Arbeit der neuen Baureferentin: „Was mir und manchen Vorstandskollegen aus dem Rathaus zugetragen wurde, so macht sie einen guten Eindruck. Zumindest hören wir bis jetzt sehr viel Positives. Und das freut uns natürlich."
Der Stadtverband für Sport wird auf jeden Fall weiterhin am Thema Volkspark-Jubiläum und Sanierung dranbleiben. Und er wird auch weiterhin bei anderen sportpolitischen Themen sein Wort erheben, wenn er es für notwendig erachtet. Denn das erwarten die Mitgliedervereine von ihrem Stadtverband. „Das hören wir nämlich immer wieder. Es gibt viel Kritik an unsere Arbeit, aber ab und zu dringt auch mal ein Lob durch. Wenn auch selten", sagt Wolfgang Reichmann. Jetzt aber wird am kommenden Freitag erst einmal gefeiert. „Mit einer kleinen, aber feinen Jubiläumsfeier", wie Reichmann es abschließend ausdrückt.
Quelle: Sportverband Bamberg
Fotoquelle: Bertram Wagner

