23. August 2018 / Lokalnachrichten

Caritas bittet um Spenden für Ordensfrauen im überfluteten Kerala

Niederlassungen der in Caritas-Alten-/Pflegeheimen tätigen Schwestern schwer geschädigt

Caritas bittet um Spenden für Ordensfrauen im überfluteten Kerala

 

Caritas bittet um Spenden für Ordensfrauen im überfluteten Kerala
Niederlassungen der in den Caritas-Alten- und Pflegeheimen tätigen Schwestern sind schwer geschädigt

Es ist die größte Flutkatastrophe seit 100 Jahren. Nach wochenlangen schweren Regen-fällen steht der Bundesstaat Kerala in Südindien praktisch komplett unter Wasser. Von dem verheerenden Hochwasser betroffen sind auch die Orden der indischen Schwestern, die in den Alten- und Pflegeheimen des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg arbeiten. Sie alle haben Niederlassungen in Kerala. Der Diözesan-Caritasverband ruft da-her zu Spenden zugunsten der Ordensfrauen auf und hat ein Spendenkonto eingerichtet.

In vielen Städten und Dörfern Keralas ist das Wasser so hoch gestiegen, dass zweige-schossige Gebäude überflutet wurden. 725.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und sind in mehr als 1.500 Rettungscamps untergekommen. Tausende sind immer noch von den Wassermassen eingeschlossen. In der Region sind mehr als 40 Flüsse über die Ufer getreten und 80 Dämme gebrochen; dazu kamen Erdrutsche. Straßen wurden zu Flüssen, Brücken stürzten ein, vielerorts gibt es keine Telefonverbindungen und keinen Strom. Die Ernte wurde vernichtet. Es fehlt an Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten. Durch aufgeschwemmten Müll und tote Tiere droht nun Seuchengefahr.

Auch die Einrichtungen der Frauenorden sind durch die Fluten schwer beschädigt, teils völlig zerstört. So stehen im St. Jude Mission Hospital der Assisi Sisters in Yudapuram die Operationssäle unter Wasser. Auch die Angehörigen vieler Schwestern haben ihre Exis-tenz verloren.

Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg will den indischen Schwestern und ihren Angehörigen möglichst unkompliziert helfen. Dazu wird er den Orden eine Soforthilfe in Höhe von 20.000 Euro aus seinem Katastrophenfonds zur Verfügung stellen.

Gleichzeitig bittet er die Bevölkerung, die Ordensschwestern durch eine Spende zu unter-stützen. „Schon eine kleine Gabe von 5 oder 10 Euro kann helfen; denn die Lebenshal-tungskosten in Indien sind niedriger als bei uns, so dass vor Ort mit dem gleichen Betrag mehr erreicht werden kann“, versichert Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein, der Indien mehrfach bereist hat. Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg wird die Spen-den direkt an die Orden weiterleiten, so dass die Spenden gezielt den Schwestern und ihren Angehörigen zugute kommen.

Wer helfen möchte, überweist seine Spende unter dem Stichwort „Flutkatastrophe Kerala“ auf folgendes Konto des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg bei der Bank für Sozialwirtschaft: IBAN DE11 7002 0500 0001 8211 00; BIC: BFSWDE33MUE.

Auf der Website www.caritas-bamberg.de besteht auch die Möglichkeit, die Spende online zu tätigen.

Der Diözesan-Caritasverband dankt schon jetzt allen Spendern für ihre Hilfsbereitschaft.

Ordensfrauen aus Indien wirken in neun Alten- und Pflegeheimen des Diözesan-Caritasverbandes: in Ansbach, Bamberg (St. Otto und St. Walburga), Bamberg-Gaustadt, Bayreuth, Bubenreuth, Burgkunstadt, Eggolsheim und Forchheim.

Quelle: Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e.V., 22.8.2018

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