12. Mai 2022 / Lokalnachrichten

Kinderbetreuung: An Hallstadt kann sich Bamberg ein Beispiel nehmen

Staatsministerin Melanie Huml informiert

Am Samstag, 14. Mai, ist Tag der offenen Tür im neuen Montessori-Kinderhaus.

„Bei uns sollen sich Familien einfach wohlfühlen können. Dafür nehmen wir auch gerne Geld in die Hand“, erklärt Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder beim Rundgang durchs neue Montessori Kinderhaus. 

Vor der offiziellen Einweihung am kommenden Samstag, 14. Mai, begutachtet er die Räumlichkeiten im ehemaligen Feuerwehrhaus gemeinsam mit Montessori-Vorständin Beate Meixner-Müller und Staatsministerin Melanie Huml. 

„Wir freuen uns, dass wir mit der Kindergartengruppe den Grundstein für das geplante Kinderhaus legen konnten und dort die Kinder entsprechend der Pädagogik Maria Montessoris auf Ihrem Weg in das ‚Erwachsen-Werden‘ begleiten können“, erklärt Meixner-Müller.

Eltern und Kinder, die sich selbst einen Eindruck von den neuen Räumen und vom pädagogischen Konzept verschaffen möchte, sind herzlich eingeladen. Am Samstag, 14. Mai, zwischen 13 und 17 Uhr ist Tag der offenen Tür im Montessori-Kinderhaus in Hallstadt. Ein Besuch lohnt sich, findet auch die Ministerin. Viel Lob bekommen Thomas Söder und Beate Meixner-Müller von Melanie Huml zu hören. Es fallen Worte wie „großartig“ und „mustergültig“. Auch Kritik schwingt mit, aber nicht in Richtung der Landkreiskommune. 

„Bamberg sollte sich Hallstadt zum Vorbild nehmen“, meint die Landtagsabgeordnete und erklärt: „Auf die schwierige Suche nach einem KiTa-Platz in Bamberg werde ich schon seit Jahren immer wieder angesprochen.“ Daran habe leider auch die 2016 gestartete KiTa-Offensive nichts geändert, so Huml.

„In Hallstadt konnten wir den Eltern bisher immer einen Betreuungsplatz anbieten. Nur aktuell, für die ukrainischen Flüchtlingsfamilien, haben wir auf die Schnelle noch keine geeignete Lösung gefunden, aber wir arbeiten dran“, berichtet Thomas Söder. Mit sieben Kinderbetreuungseinrichtungen sei Hallstadt gut aufgestellt. „Ich danke allen Erzieher*innen und Trägern für Ihre hervorragende Arbeit. Nur zusammen können wir das schaffen“, betont der Bürgermeister.

Von Versorgungsquoten wie in Hallstadt können Bambergs Familien nur träumen und auch in den meisten anderen Landkreiskommunen decken sich Angebot und Nachfrage. Während im Landkreis fast 80 Prozent der Kinder unter 6 Jahren eine KiTa besuchen, sind es in der Stadt rund zwei Drittel.

„Für die Familien in Bamberg hätte ich mir gewünscht, dass die außerordentliche Förderkulisse der letzten Jahre von der Stadt Bamberg viel stärker genutzt worden wäre. Mit unserem Sonderinvestitionsprogramm 2017-2021 gab es Zuschüsse von bis zu 90 Prozent für die Schaffung zusätzlicher Kindergarten- und Krippenplätze“, erklärt die Landtagsabgeordnete und Staatsministerin Melanie Huml. 

Tatsächlich haben viele Kommunen das Förderprogramm genutzt, um den KiTa-Ausbau voranzubringen. Über 12 Millionen Euro an Zuschüssen sind laut Huml für den KiTa-Ausbau in die Region Bamberg geflossen, zwei Drittel davon in den Landkreis.

„Aktuell liegt unser Augenmerk auf dem Hort-Ausbau, denn 2026 tritt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler in Kraft“, berichtet Huml. 

Für die Städte und Gemeinden ist der vom Bund beschlossene Ganztagsanspruch eine enorme Herausforderung. Deshalb habe Bayern schon 2018 ein Programm zur Schaffung von zunächst 10.000 zusätzlichen Hortplätzen aufgelegt. „Jetzt geht es darum, dass die vom Bund angekündigten Finanzmittel in Höhe von 3,5 Mrd. Euro für die Länder auch tatsächlich abgerufen werden können. Hier hat der Bund ein kompliziertes Verfahren gewählt, das zu Verzögerungen führt und deswegen vereinfacht werden sollte“, fordert die Staatsministerin.

Hallstadt steht übrigens auch bei den Betreuungsangeboten für Grundschüler gut da. Schon jetzt stehen 140 Hortplätze und 20 Plätze in der Mittagsbetreuung zur Verfügung. 

Einen Blick hinter die Kulissen des neuen Montessori-Kinderhauses können Interessierte am kommenden Samstag, 14. Mai, werfen. Von 13 bis 17 Uhr ist Tag der offenen Tür. Neben Kaffee, Kuchen und Gegrilltem gibt es Mitmachangebote für die Kinder und Informationen für die Eltern. Für Fragen rund um Anmeldung, Pädagogik und Organisation der Kinderbetreuung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne zur Verfügung. 

„Hallstadt ist eine sehr familienfreundliche Stadt und hat den Ausbau der Kinderbetreuung vorbildlich vorangetrieben. Ich finde das großartig. Gerade für berufstätige Eltern ist es wichtig, dass vor Ort genügend KiTa-Plätze zur Verfügung stehen und das neue Montessori-Kinderhaus ist richtig gut gelungen. Wer das Gebäude noch als Feuerwehrhaus kennt, kann sich kaum vorstellen wie hell und freundlich die Räumlichkeiten jetzt sind. Ein Besuch beim Tag der offenen Tür lohnt sich“, lobt Staatsministerin Melanie Huml. 

Quelle: Staatsministerin Melanie Huml

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