24. November 2017 / Lokalnachrichten

Zwischen Ebing und Zapfendorf wurden 21 Millionen Euro verbaut

BA 32, Bahnübergangsersatzmaßnahme Zapfendorf-Süd

Zwischen Ebing und Zapfendorf wurden 21 Millionen Euro verbaut
Veröffentlicht am 24. November 2017 um 15:55 Uhr

Es war wahrlich ein historischer Termin. Wurde doch ein Bauwerk mit einem Gesamtvolumen von 21 Millionen Euro nun auch offiziell zugänglich gemacht – auch wenn es eine große Einweihungsfeier erst im nächsten Jahr geben soll. Die Rede ist von der „BA 32, Bahnübergangsersatzmaßnahme Zapfendorf-Süd“, wie sie beim Landkreis heißt. Konkret: Seit Dienstagabend sind Zapfendorf und Ebing wieder auf kurzem Wege miteinander verbunden.

Nahe zusammen lagen sie, die Bahnübergänge Ebing und Zapfendorf-Süd. Als der Bahnausbau konkret wurde, war klar: Bahnübergänge wird es künftig nicht mehr geben – stattdessen Unterführungen und Brücken. Aufgrund der recht kurzen Entfernung wurden die beiden ehemaligen Bahnübergänge zu einer gemeinsamen Ersatzmaßnahme zusammengefasst. Und die hatte es in sich, mussten doch nicht nur die Belange von Eisenbahn und Verkehrssicherheit, sondern auch der Main, die dort vorhandenen Natura-2000-Schutzflächen sowie das Landschaftsbild berücksichtigt werden.

Herausgekommen ist eine neue Straße auf der Westseite der Eisenbahn, die Ebing und Zapfendorf verbindet. Erreicht wird sie von Ebing aus über die, ebenfalls neu errichtete, Mainbrücke, und einen kleinen Kreisverkehr. Es folgt eine fast schnurgerade Verbindung nach Zapfendorf, unterbrochen durch die Einfahrt zu zwei Unternehmen. Zur Gesamtmaßnahme gehört auch die Unterführung im Süden von Zapfendorf mit sich anschließendem Kreisverkehr.

Hl. Josef kommt auch wieder

Viel diskutiert worden war zuvor über den Kreisverkehr am Haltepunkt Ebing, direkt hinter der Mainbrücke. Entstanden ist er aus Aspekten der Verkehrssicherheit, die Alternative wäre eine sehr enge Kurve an dieser Stelle gewesen. Eine Querungsmöglichkeit für Fahrzeuge gibt es in Ebing nun nicht mehr. Angestrebt und ausführlich untersucht wurde sie zwar, nach Abwägung der Alternativen und der rechtlichen Bestimmungen zu naturschutzfachlich schützenswerten Bereichen konnte sie aber nicht weiterverfolgt werden, heißt es schon in der Sitzungsvorlage einer Kreistagssitzung aus 2014. Fußgänger und Radfahrer hingegen kommen durch eine Unterführung auf die andere Seite.

Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei 21 Millionen Euro. Realisiert wurden folgende Bauwerke: neue Mainbrücke, Unterführung Kreisstraße unter der Bahnstrecke Zapfendorf-Süd, Geh- und Radwegunterführung am Haltepunkt Ebing, Geh- und Radwegunterführung Rosengarten (am Ortseingang Zapfendorf) sowie zwei Kilometer Straßenbau mit 2 Kreisverkehren. Die Kosten werden gedrittelt – zwischen Bund, Bahn und Landkreis unter Beteiligung des Marktes Zapfendorf. „Aufgrund der hohen Förderungen durch Regierung und Freistaat bleiben aber überschaubare Eigenanteile übrig“, so Michael Dotterweich, Fachbereichsleiter kreiseigener Tiefbau.

Kurz vor 17 Uhr war es am Dienstag, 21. November 2017 soweit: Die Kreisstraße wurde offiziell für den Verkehr freigegeben. Landrat Johann Kalb kündigte eine Einweihungsfeier für das Folgejahr an – bei besserem Wetter. Noch nicht wieder aufgestellt wurde die Figur des Heiligen Josef, sie wird noch restauriert, soll aber einen Platz an der Brücke wiederbekommen. Nach der Eröffnung der BA 32 warten Autofahrer nun noch sehnsüchtig auf die Freigabe der Staatsstraße zwischen Unteroberndorf und Zapfendorf. Hier gibt es noch immer keinen hundertprozentigen Termin.

Quelle: Johannes Michel, Nachrichten am Ort | 23.11.17

Foto: Landrat Johann Kalb (Mitte) sowie Bürgermeister und Vertreter von Regierung, Landkreis und Bahn gaben die BA 32 frei. (Quelle: Nachrichten am Ort)

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