Der jüdische Friedhof, der 1798 errichtet wurde, befindet sich westlich von Reckendorf an einem Waldhang und ist über den von der Lourdes-Kapelle an der Hauptstraße abzweigenden Kapellenweg erreichbar. Die jüdische Gemeinde Reckendorf hatte ihre Toten vor 1798 auf dem jüdischen Friedhof Ebern beigesetzt. Die größer werdende jüdische Gemeinde Reckendorf bemühte sich bereits längere Zeit um Errichtung eines eigenen jüdischen Friedhofs. 1798 konnte die jüdische Gemeinde für 300 Gulden an den Weinbergen ein Grundstück zur Anlage eines Friedhofes erwerben. Der älteste Grabstein (Mazewa) auf dem 25,10 Ar großen Friedhof stammt von 1798. Der Friedhof ist nach Westen orientiert und nicht wie üblich nach Osten. Er wurde von einer massiven Steinmauer umgeben und im älteren Teil finden sich viele Grabsteine aus Sandstein. Heute sind noch 394 Grabsteine erhalten.



